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Die Fonds-Firma Swisscanto hat seit 14 Tagen einen neuen Klima-Fonds. Schon strömten ihr 113 Millionen Franken Neugeld zu. Gesamthaft stecken gegen 1,3 Milliarden Spargelder in den Ökofonds der Kantonalbankentochter.
Die Bank Sarasin verwaltet allein in ihrem «New Energy Fund» 384 Millionen Franken. Seit Anfang Jahr zog der hochspezialisierte Fonds, der nur in erneuerbare Energien investiert, 80 Millionen Franken Kundenvermögen an.
Der neue Börsenboom birgt jedoch Fallgruben: Das viele Geld ergiesst sich über immer dieselben wenigen Firmen und treibt ihre Aktienkurse. Zudem sind diese Firmen, die aus Sonnenstrahlen, Wind, Erdwärme oder Biomasse Energie herstellen, zumeist relativ klein und hängen von einem Produkt ab.
Produzierte der Ökoboom also eine grüne Börsenblase à la Internet-Hype? Nein, meint der Sarasin-Fondsmanager Matthias Fawer. «Diese Firmen produzieren wirklich etwas und machen Gewinn.» Doch die deutsche Solarworld, einer der Öko-Börsenstars, verlor seit Mai 2006 einen Fünftel ihres Werts. Eine Reaktion auf die Streichung von Förderprogrammen, auf neue Solartechniken und eine Verknappung von Silizium.
Kein Problem für Fawer: Er setzt nun mehr auf Windenergie. Zudem dämpft er Wertschwankungen im Fonds mit der Beimischung von Aktien der Rational AG, deren Grossküchen nur halb so viel Strom verschlingen. Swisscanto mischt Geberit dazu, deren Sanitärtechnik weniger Wasser verbraucht.