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Angesichts der nicht abreissenden Wahlerfolge der SVP würde man annehmen, die anderen Parteien seien über einen Mitglieder-Ausschluss bei ihrer Konkurrenz froh. Das ist aber nicht der Fall. Kaum zeigt ihnen die SVP ein gewisses Entgegenkommen, indem sie freiwillig auf eine ihrer Angehörigen und deren Mitgliederbeitrag verzichtet, gehen sie für das Recht des Individuums, ein vollwertiger SVP-ler zu sein, auf die Barrikaden.
Auf den ersten Blick möchten wir hierin einen urdemokratischen Reflex wahrnehmen. Lieber eine weitere Wahlschlappe einstreichen als eine Stimme annehmen, die eigentlich für den Gegner abgegeben werden möchte. Auf den zweiten Blick beschleicht uns jedoch Argwohn. Glaubt man, die SVP nur besiegen zu können, wenn man sie in ihrer eigenen Gefolgschaft erstickt? Will man sie jetzt von innen bekämpfen, indem man es ihr nicht erlaubt, keine Kommunisten in ihren Reihen zu dulden?
Denkbar wäre, dass zum Beispiel die gesamte SP der SVP beitritt, schon damit Alexander Tschäppät in Holziken Toni Brunner die Show stiehlt. Alt Bundesrat Friedrich, statt sich mit Christoph Blocher zu duellieren, gründet in Winterthur eine eigene SVP-Ortsgruppe, deren scheiternder Ausschluss durch die Zentralpartei dann von SF 1 live übertragen wird. Die ganze Nation leidet unter der hässlichen Liebesentzugs-Demo mit.
Verboten ist natürlich auch, dass unter dem Druck der Neuzugänge (alle Freisinnigen, ganze Flügel der Grünen und der CVP) die SVP aus sich selber austritt und sich unter ihrem alten Namen BGB neugründet.