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Wir ehemaligen Wehrmänner, die wir noch im Kalten Krieg auf der Allmend den Ernstfall geübt haben, sind natürlich über die wieder steigende Akzeptanz der Armee glücklich. Und dass es in der ETH-Studie «Sicherheit 2006» auf der Zehnerskala gleich ein halber Punkt ist, um den die Truppe in der Öffentlichkeit an Ansehen gewann, lässt uns sogar auf ein Comeback als Geschichtenerzähler hoffen.
Denn wir sind ja in den Jahrzehnten der Tendenz zur Armeeabschaffung wie Fossilien behandelt worden. Meine beiden Söhne, denen es bei der Aushebung gelang, eine finale Dienstuntauglichkeit nachzuweisen, fielen mir jedenfalls stets durch gähnende Unaufmerksamkeit auf, wenn ich anhob, die Story meines Anpfiffs durch den Divisionär Uhlmann zu memorieren.
Ich war vom Herrn General angeschnauzt worden, weil sein scharfes Auge an meinen Marsch-schuhen weisse Schnürsenkel erspäht hatte, anschliessend jedoch von seinem Fahrer Ferdi Kübler kameradschaftlich getröstet worden. Meine Söhne, die das Ausmass meines Verstosses gegen die Kleiderordnung in keiner Weise zu würdigen wussten, für die auch die Bedeutung einer Rüge in der Fallhöhe Divisionär – Soldat unnachvollziehbar war, fanden mein dramatisches Schlüsselerlebnis im Felde zum Einschlafen.
Jetzt aber kann ich eventuell meine Enkel für den Bericht interessieren, der meine Abkommandierung zur Suche nach der Mütze des Feldpredigers zum Inhalt hat. Und wenn das Ansehen der Armee um einen weiteren halben Punkt steigt, findet vielleicht sogar mein Karrierehöhepunkt – nämlich dass ich bei der Entlassung aus der Dienstpflicht auf der Bühne die Kantonsfahne halten durfte – einen faszinierten Zuhörerkreis.