Ich habe im Sommer meine Lehre beendet und kann bis Ende Jahr im Betrieb bleiben. Aktuell verdiene ich 3800 Franken – falls ich keine Stelle finde, erhalte ich danach ein Arbeitslosengeld von rund 3000 Franken. Nun möchte ich mit einer Freundin zusammenziehen. Wohnkosten: 750 Franken. Reicht der Lohn für eine eigene Bleibe? Ich möchte mich auf keinen Fall verschulden. Eva K.
Schön, dass du dir frühzeitig Gedanken zur Schuldenfrage machst – und nicht blind ins Elend läufst. Damit das Geld garantiert reicht, solltest du eine Budget-Liste erstellen. Formulare dazu gibts unter
www.budgetberatung.ch (Link Budgetvorlagen).
Mein Rat: Setz dich mit deiner Freundin zusammen und überleg mit ihr gemeinsam, welche Ausgaben euch erwarten. Was könnt ihr teilen, was nicht? Die Budgetberatung empfiehlt für ein 3000-Franken-Dach monatlich:
- Wohnen: 750 Fr.
- Steuern: 330 Fr.
- Krankenkasse: 250 Fr.
- Hausrat- und Privatversicherung: 15 Fr.
- Telefon/TV/Handy: 150 Fr.
- Strom: 20 Fr.
- Zeitungen: 20 Fr.
- Haushalt: 500 Fr.
- Kleider /Taschengeld: 300 Fr.
- Rückstellungen: 160 Fr.
- Auto/Ferien/Sparen: 505 Fr
Du siehst, dir bleiben im schlimmsten Fall, also bei einer Arbeitslosigkeit, 505 Franken übrig. Miete, Strom, Gebühren für Telefon/Radio/TV, Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung sind im Budget nur zur Hälfte einberechnet – der Rest zahlt deine Wohnpartnerin.
Ich empfehle dir, genau aufzuschreiben, wofür du Geld ausgibst. Damit du nicht nur weisst was reinkommt, sondern auch, was tatsächlich rausfliesst. Deshalb: Liste in den nächsten Monaten jeden Franken auf, den du ausgibst. Du wirst staunen, wohin dein Geld geht.
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