Strassenblockaden Drogenkrieg in Mexiko eskaliert

  • Aktualisiert vor 47 Minuten

Monterrey – Bewaffnete Überfälle auf Autofahrer, Schiessereien und Strassenblockaden – der Drogenkrieg in Mexiko erreicht einen neuen Höhepunkt

Seit gestern blockieren bewaffnete Männer Strassen in Monterrey. Dazu schossen sie auf Autos und Trucks, rissen die Fahrer aus den Fahrzeugen und brauchten diese, um die Strassen zu blockieren.

Mit den Blockaden wollen die Männer die US-Armee an der Zerschlagung des Drogenrings in Mexiko hindern. Schon Donnerstag wurden solche Sperren benutzt, um die Operationen des Militärs zu behindern.
Im mexikanischen Drogenkrieg sind in den vergangenen drei Tagen mehr als 100 Menschen getötet worden. Darunter auch ein Journalist.Nach einer offiziellen Zählung ist es der vierte Journalist, der seit Jahresbeginn in Mexiko ermordet wurde. Im vergangenen Jahren fielen in dem nordamerikanischen Land zwölf Journalisten Mordanschlägen zum Opfer. Die Mordopfer haben zumeist über Korruptionsfälle oder das organisierte Verbrechen berichtet.

15 000 Tote in seit 2007

Die über 100 Morde wurden vorallem im Norden Mexikos begangen. Dies geht aus Mitteilungen der Behörden in den verschiedenen mexikanischen Bundesstaaten hervor. Allein im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero seien 45 Menschen ermordet worden.

Im Bundesstaat Chihuahua im Norden des Landes meldeten die Behörden 36 Mordopfer, davon 16 in der Grenzstadt Ciudad Juárez, in der am Wochenende eine Mitarbeiterin des US-Konsulats erschossen worden war.

Die mexikanischen Drogenkartelle liefern sich seit Jahren heftige Kämpfe um die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA. Im Krieg der Kartelle untereinander und bei der Offensive des Staates gegen das organisierte Verbrechen starben in den vergangenen drei Jahren mehr als 15 000. (SDA)

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