Drei Verhaftungen nach Demos in Chiasso TI Tessiner Polizei greift bei Aktivisten durch

CHIASSO TI - Aktivisten der Gruppe No Borders hatten Demos gegen die Schweizer Flüchtlingspolitik angeführt. Nun griff die Tessiner Polizei ein.

Tessiner Polizei verhaftet drei Aktivisten nach Demo in Chiasso play
Im Restaurant verhaftet: Tessiner Beamte schleppen einen Aktivisten der Gruppe No Borders weg. zVg

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Unmittelbar nach der unbewilligten Demonstration gegen die Schweizer Flüchtlingspolitik am Grenzübergang Chiasso verhaftete die Tessiner Kantonspolizei drei italienische Aktivisten. Sie holte die drei aus einer Beiz namens Silver, wo sie bei einem Bier zusammensassen.

«Was habe ich gemacht?», brüllt einer empört. Als die Polizisten keine Antwort geben, leistet der junge Mann Widerstand. Die Kantonspolizei aber findet, er habe genug gemacht. Der Vorwurf gegen ihn und zwei Kollegen: Unruhestiftung. Er wird aus dem Lokal geschleift. Eine Freundin versucht noch, ihn zu verteidigen.

Der Aktivist gehört zu einer Gruppe, die sich No Borders nennt, keine Grenzen. Am Sonntag waren etwa 250 Demonstranten über die Grenze gezogen, um gegen die schlechte Behandlung der Flüchtlinge von Como (I) zu protestieren. Auf ihren Transparenten stand: «Nieder die Zäune, hoch die Fäuste.» Ihren Protest sprayten sie auch auf Mauern.

Raus mit den No-Borders-Mitgliedern, forderte gestern Lega-Nationalrat Lorenzo Quadri (41): «Bern muss diesen italienischen Aktivisten den Zutritt in die Schweiz verweigern.»

Publiziert am 14.09.2016 | Aktualisiert am 21.09.2016
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4 Kommentare
  • Schumacher  Renato 14.09.2016
    Etwas anderes, möchte ich aufgreifen: Warum muss die Polizei bei einem simplen "Anhalten", und auch in diesem Artikel ging es nur um simples Angalten, immer gleich körperliche Gewalt anwenden, auf Boden drücken, schleifen etc. ? Ich finde das einfach unglaublich und inakzeptabel.
  • Dominik  ANGELONE aus Zürich
    14.09.2016
    Ja, gute Arbeit. Ab jetzt muss allen klar werden, dass die Schweiz endlich seine Pflichten erfüllt. Mich würde allerdings interessieren, wer in der Schweiz für diesen Kulturwandel verantwortlich ist. Es kann ja nicht sein, dass jahrelang weggeschaut wurde und dann, von einem Tag auf den anderen Schengen vollumfänglich angewendet wird.
    Hat hier ein Grenzkommandant geputscht oder ist es der Bundesrat gewesen? Grosses Schweigen, in der kleinen Schweiz. Das scheint ein Tabu zu sein.
    • Stefan  Buttliger 19.09.2016
      Eine Drohung, von der richtigen Person, an der richtigen Stelle, für alle gut sichtbar die es sehen wollen - et voila!
      Sie verstehen? - der Gesamt-Bundesrat hat endlich begriffen, dass es nicht mehr viel braucht, bis ER aus dem Bundeshaus fliegt - und alle Bürokraten mit ihm! Ich gehörte zu jenem Dutzend, das in den 80ern, der Stadt Zürich mit Ämterbesetzungen die Heroinabgabe aufzwang! - heute ist mein Konzept Gesetz!
      DIE wissen es: wenn ICH komme, dann helfen mir tausende anständige Bürger!
  • Hans  Scheidegger 14.09.2016
    Meine Anerkennung für die gewissenhafte Arbeit der Tessiner Polizei und das Tessiner Grenzwachtkorps. Sie führen ihre notwendigen Tätigkeiten konsequent und rigoros durch. Auch hier bei der Inhaftnahme dieser unvernünftigen Aktivisten. Es darf keine offene Grenze geben! Ich bin froh, dass das frühere muntere Hereinwinken endgültig vorbei ist.