Die traurige Bilanz der Espenmoos-Randale

  • Publiziert: 21.05.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

ST. GALLEN – Nach dem Spiel gings erst richtig los: «Fans» randalierten im Espenmoos. Die Bilanz: sieben Verletzte, 59 Festnahmen, 100'000 Franken Sachschaden.

Sie könnens nicht lassen: Fussball-Chaoten sorgten schon wieder für Schlagzeilen. Ihre Gewaltbereitschaft forderte ihren Tribut: drei Polizisten und vier Securitas-Mitarbeiter wurden gestern leicht verletzt. Randalierende Fans richteten Sachschäden von mindestens 100000 Franken an.

59 Personen wurden nach dem Barragespiel FC St. Gallen gegen AC Bellinzona vorübergehend festgenommen, wie Stadtpolizeikommandant Pius Valier heute erklärte.

Es laufen Strafverfahren wegen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte.

Patrick Köppel, administrativer Leiter des FC St. Gallen, sprach von einem sechsstelligen Schadensbetrag. Eine genauere Schätzung sei noch nicht möglich. Stadtrat Agostino Cozzio bedauerte die Ausschreitungen im und um das Stadion. Er zeigte sich «betroffen vom Gewaltpotenzial».

Die Polizei war kurz vor Ende des letzten Spiels des FC St. Gallen im Espenmoos mit einem massiven Aufgebot im Stadion einmarschiert. Laut Valier standen 300 Polizisten und Sicherheitsleute im Einsatz. Der Polizeieinsatz sei gerechtfertigt und «absolut professionell» gewesen. (SDA/num)

Polizei rechtfertigt Grossaufgebot

Der Kommandant der St. Galler Stadtpolizei, Pius Valier, hat den massiven Polizeieinsatz im Stadion Espenmoos gerechtfertigt. Rund 70 Polizisten in Kampfmontur und 50 weitere Sicherheitsleute marschierten kurz vor Ende des Spiels rund um das Spielfeld auf. Sie hinderten die Fans über eine Stunde lang am Betreten des Rasens.
Chaoten hätten die Sicherheitskräfte von den Tribünen aus gefährlich mit Steinen, Raketen und anderen Gegenständen beworfen. Die Belastung sei für die Polizei «an der Grenze» gewesen. Die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas gegen die Randalierer ein. Später liess sie die Masse aufs Spielfeld. Randalierende «Fans» brachen das Tor auf der Südseite ab, demolierten Tribünen, Banden und Verpflegungsstände. Laut Valier verfügt die Polizei über zahlreiche Fotos und Videoaufnahmen. Das Material werde minutiös ausgewertet und im Internet veröffentlicht. Dies soll helfen, die gewalttätigen Chaoten zu identifizieren. Valier rief die Öffentlichkeit zur Mitwirkung auf. (SDA)

Top 3

1 Publireportage SWISSHAUS SWISSHAUS - Der zuverlässige Weg zum Eigenheimbullet
2 Grosse Lohntabelle Das verdient die Schweiz wirklichbullet
3 Warum erzählt Siegfried das Gegenteil? Roy liegt im Sterbenbullet

News