Delegiertenversammlung der SVP Die SVP bleibt im Bundesrat und weiterhin unbequem

  • Aktualisiert am 28.01.2012

BERG (SG) - ZH - Die SVP bleibt mit Ueli Maurer im Bundesrat. Den Gang in die Opposition lehnten die Delegierten der SVP am Samstag entschieden ab. "Trotzdem werden wir weiter Widerstand leisten", sagte der neue Fraktionspräsident Adrian Amstutz.

Obwohl sich die SVP mit ihrem Wähleranteil von 26,6 Prozent nur halb im Bundesrat einbringen könne, sei eine Stimme besser als keine, erklärte der Berner Nationalrat Amstutz - seit einer Woche Fraktionspräsident - an der Delegiertenversammlung im thurgauischen Berg.

"Mit dem Verbleib im Bundesrat haben wir klar mehr Möglichkeiten, in unserem Sinn Einfluss zu nehmen", sagte Amstutz und erntete Applaus. Die meisten Redner stimmten ihm zu. "Wir müssen uns auf die Geschäfte konzentrieren, nicht Personalfragen in der Öffentlichkeit diskutieren", sagte ein Delegierter.

Auch für Yvette Estermann, Nationalrätin aus Luzern, ist klar, dass die SVP Regierungsverantwortung übernehmen muss. "Sich rauszuhalten und zu warten, bis die andern Fehler machen, wäre bequem", sagte sie.

Nach rund einstündiger Diskussion und 30 Rednerinnen und Rednern war klar: Der Gang in die Opposition, mit welchem die SVP nach der Niederlage bei der Bundesratswahl gedroht hatte, ist für die grosse Mehrheit kein Weg. Lediglich 25 Delegierte stimmten dem Austritts-Antrag zu. 442 waren für den Verbleib im Bundesrat, sieben enthielten sich der Stimme.

Den Antrag zum Austritt aus dem Bundesrat hatte Jean-Luc Addor, Delegierter aus dem Wallis, gestellt. "Gehen wir vorwärts, gehen wir in die Opposition", pflichteten ihm mehrere Redner bei.

Trotz dem Verbleib in der Regierung müsse die SVP weiter Widerstand leisten, sagte Amstutz. "Wir werden auch künftig nicht wegsehen", sagte Parteipräsident Toni Brunner.

Genug habe er von Medienschelte, sagte Brunner. Die Überbringer schlechter Nachrichten seien früher geköpft worden. Dies sei in manchen Schweizer Redaktionsstuben noch heute so, wie die Aufdeckung der Affäre um den ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand gezeigt habe.

Mit 342 zu 88 sprachen sich die Delegierten gegen das Bundesgesetz über die Buchpreisbindung aus, über das am 11. März abgestimmt wird. Die Wiedereinführung der Buchpreisbindung als staatliches Kartell fördere nur die Bürokratie.

Die Ferieninitiative von Travail.Suisse stehe in der wirtschaftlich schwierigen Zeit völlig quer in der Landschaft, sagte Nationalrätin Sylvia Flückiger (AG). Mehr Ferien würden für die Arbeitnehmer nicht weniger, sondern mehr Stress bedeuten - denn jemand müsse die Abwesenden vertreten. Die Nein-Parole fassten die Delegierten mit 447 zu einer Stimme.

Kommentare (18)

  • karl  blaettler , phitsanulok
    oh was hatten doch blocher und sein knecht brunner für eine grosse klappe. OPPOSITION...... und jetzt ?? sie ziehen den schwanz ein. das ist doch ganz klar svp. man kann ihren worten und ankündigungen nicht trauen. alles nur heisse luft
    • 29.01.2012
    • 2 Gefällt mir
  • Stefan  Winter
    kann man die Partei noch ernst nehmen?
    • 29.01.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Rolf  Merz
    Da hat der Maurer sicher vor Glück geweint!
    • 29.01.2012
    • 2 Gefällt mir
  • Rolf  Meier
    Neues Auftreten von Blick und immer noch die alte Leier.Die Online Seite ist Euch gelungen und die SVP das liebste Thema. Wie ist das langweilig..............Ein SVP Wähler
    • 29.01.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Bea  Habegger , Bern
    Gut so, denn ohne SVP wird die Schweiz noch gänzlich verschenkt ! Die Linken verschicken ja weiterhin regelrecht Einladungen für die Übervölkerung dieses schönen Landes. Alle gegen SVP. Bzw. es sollte heissen, alle gegen die eigene Nation. Die Linken werden dereinst jammern, sollten ihnen hoffentlich bald! die Augen aufgehen. Dies wohl erst, wenn das eigene Volk überhaupt nichts mehr zu sagen hat und sie von Ausländern und der EU gänzlich überrollt sind. Arme schöne Schweiz.
    • 29.01.2012
    • 0 Gefällt mir
Seite 1 2 3 »
Seitenanfang

Top 3

1 Nach Vermisstmeldung Carmen (17) ist wieder aufgetauchtbullet
2 Nach 41 Tagen Taucher finden ihre kleine Tochter tot in der «Costa...bullet
3 Atemprobleme Prostituierte (46) stirbt während Puff-Inspektionbullet

News