
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Sechs Kandidaten gibt es, ausser Blaise Nkufo haben am letzten Wochenende alle getroffen. Die glorreichen Sechs! Ähnlich wie im Film «Die glorreichen Sieben» hat Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld ganz heisse Ballermänner. Wahrscheinlich wird er nur vier Stürmer mitnehmen. BLICK sagt, warum die Knipser so in Form sind.
Marco Streller:
Der 28-Jährige spielt die Saison seines Lebens. Auch beim 4:0 gegen YB ist der FCB-Knipser der Matchwinner. Streller macht sein 12. Saisontor mit einem Verband an der linken Hand. YB-Abwehrboss Dudar hatte ihm mit dem Stollen die Haut aufgeschlitzt. «Sie ist geplatzt wie ein Cervelat», berichtet Streller, der sich seine Hand mit drei Stichen nähen lassen muss. In der Winterpause wurde er noch heftig von Premier League-Klub Fulham umworben. Doch er will Basel zum Titel und sich zur WM ballern: «Das ist mein grosser Traum.» Wenn er so weitermacht, kann der «einarmige Bandit» den Flug nach Südafrika buchen.
Alex Frei:
Der Begriff «Nervosität» existiert im Wortschatz des Alex Frei (30) nicht – er ist (fr)eiskalt. Im Spitzenkampf gegen YB verwandelt er den Penalty zum 1:0 wie gewohnt eiskalt. Der FCB-Stürmer steht inzwischen bei 14 verwandelten Elfmeter in Folge. Als Captain ist Frei für die WM ohnehin gesetzt. Und Ottmar Hitzfeld wird in der K.o.-Runde sicher nicht den gleichen Fehler machen wie Köbi Kuhn 2006. Der wechselte Frei aus – und verlor prompt im Penaltyschiessen gegen die Ukraine.
Eren Derdiyok:
In der Bundesliga steht Eren Derdiyok (21) bei Leader Bayer Leverkusen bis auf ein Spiel immer in der Startelf – und dankt Trainer Jupp Heynckes dieses Vertrauen mit bisher neun Toren. Derdiyok trifft am Samstag beim 1:1 in Bochum sogar trotz eines Blutergusses an der Achillessehne. «Ich habe noch nie mit solchen Schmerzen gespielt.» Nach seinen Treffern knutscht er den Verlobungsring seiner Freundin Alev, der er im Dezember einen Heiratsantrag machte. Die Party soll noch vor der WM steigen.
Hakan Yakin:
Noch im Trainingslager in seiner türkischen Heimat hinterlässt Hakan Yakin (32) einen müden Eindruck. Die harten Einheiten fordern ihren Tribut. Doch mit der Drosselung der Trainingsintensität und nach überstandenen Geburtsstrapazen blüht der Jungpapi auf. Gegen GC (4:1) trifft Haki schon nach 120 Sekunden. Später kommen ein Assist, ein weiteres Tor sowie einige Zuckerpässe dazu. Das sind genau die Zahlen, die es Yakin erlauben, seine Laufkilometer magistral zu dosieren. Und sich für die WM in Erinnerung zu halten.
Albert Bunjaku:
Alles Bunjaku, oder was? Was für eine Quote: Zehn von 17 Nürnberger Bundesliga-Tore schiesst Albert Bunjaku (26). Teamkollege Angelos Charisteas hat er längst in den Schatten gestellt. Der griechische Europameister von 2004 sagte ohne Neid: «Ich freue mich sehr für ihn.» Weil der Zürcher Torjäger ein Spätzünder ist, hat er erst ein Länderspiel absolviert. Doch in seiner derzeitigen Form hat er seinen Platz im WM-Kader auf sicher.
Blaise Nkufo:
Neues Gefühl für Blaise Nkufo (34): Der Stürmer ist bei Twente Enschede nicht mehr Topskorer! Die letzten sechs Saisons hatte stets der Schweizer den Part des Top-Torminators innegehabt. Nkufos Werte sind aber nicht alarmierend: 9 Liga-Tore, dazu je zwei in Cup und Europacup. Und lange Durststrecken kennt der 35-Jährige auch nicht. Zuletzt traf er für den Zweiten der holländischen Eredivisie am 3. Februar beim 2:0 gegen Heracles Almelo.