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Liam Gallagher (r.) mit Bruder Noel bei «Wetten, dass..?» am Samstag. (AP)
Sieben Jahre ist es her, da setzte Noel Gallagher im Hallenstadion zu «Wonderwall» an, dem Klassiker schlechthin, das Publikum grölte – natürlich! – mit und was tat dieser Kretin? Er brach unvermittelt ab, wollte nicht, dass die Masse mitsang.
Erneut versuchte er, den Song für sich alleine zu spielen – unmöglich. Alle sangen mit. So brach der eigensinnige Sänger das Projekt ab und spielte stattdessen einen anderen Song. Oasis ist die wohl einzige Band der Welt ist, die sich das erlauben kann – welch herrliche Arroganz!
Doch davon war gestern im Hallenstadion nichts zu spüren. Wie gewohnt kamen sie zu «Fuckin in the Bushes» auf die Bühne und zeigten gleich mal was eine Harke ist: «Rockn Roll Star» und das grandiose neue «Shock of the Lightning» als Einstiegskracher.
Irgendwelche Allüren? Von wegen. Liam Gallagher, mit Backenbart und als John-Lennon-Verschnitt, verzichtete auf Eskapaden und machte brav alles mit, was die Setlist vorschrieb.
Sogar das unsägliche «Wonderwall», das sie dennoch spielten, obwohl es ihnen und uns eigentlich schon zu den Ohren hinausläuft. Doch einige Highlights durften doch genossen werden: «Champagne Supernova», «Cigarettes & Alcohol» – doch auch vom neuen Album liessen sie etwas vom Stapel. «To Be Where Theres Life» muss da besonders hervorgehoben werden.
Fazit: Oasis sind alt geworden, alt aber solide. Doch auch die alten Herren des Britpop dürfen es mal langsam angehen lassen. Denn: Sie sind immer noch saugut. (num)