Die 7 Irrtümer zum Schengen-Puff
Rauchende Köpfe am Zoll: Weil wir ab 12. Dezember zum Schengen-Raum gehören, werden die Grenzwächter mit Fragen überhäuft. Patrick Gantenbein vom Grenzwachtkorps Basel klärt auf.
Von Jan Fischer | Aktualisiert um 23:49 | 28.11.2008
IRRTUM 1 Mit Schengen gibt es keine Grenzkontrollen mehr. Ich kann im Ausland endlich einkaufen, so viel ich will!
«Nein, die heutigen Zollvorschriften bleiben genau gleich bestehen», so Gantenbein. «Bei Schengen geht es um die Personen- und nicht um die Warenkontrolle. Da die Schweiz nicht in der EU-Zollunion ist, führt die Grenzwache weiterhin Kontrollen durch.»
IRRTUM 2 Mit Schengen gibt es keine Grenzwache und keinen Zoll mehr.
«Nein, der Zoll und das Grenzwachtkorps bleiben im gleichen Umfang bestehen. Auch die Anlagen an den Landesgrenzen werden nicht abgebaut.»
IRRTUM 3 Dank Schengen brauche ich beim Grenzübertritt keine ID mehr.
«Das hängt von den Bestimmungen der einzelnen Schengen-Mitgliedstaaten ab. Für die Schweiz brauchen Reisende beim Grenzübertritt weiterhin ein gültiges Reisedokument, Pass oder ID.»
IRRTUM 4 Grenzwächter dürfen niemanden mehr kontrollieren.
«Die Grundidee von Schengen ist, dass eine Person an der Landesgrenze nicht mehr allein aufgrund der Tatsache kontrolliert wird, dass sie ein- respektive ausreist. In diesem Sinn werden die systematischen Personenkontrollen an der Grenze aufgehoben. Etwa zur Abklärung der Herkunft und Destination von Waren oder zum Selbstschutz kann eine Personenkontrolle aber nach wie vor durchgeführt werden. Bei einem polizeilichen Anfangsverdacht sind Personenkontrollen ebenfalls möglich.»
IRRTUM 5 Staus an der Grenze sind bald Vergangenheit.
«Die Wartezeiten hängen nach unseren Erfahrungen nicht primär von der Grenzkontrolle ab, sondern vom Verkehrsaufkommen. Da jeden Tag über 65´000 Grenzgänger von Deutschland und Frankreich in die Region Basel zum Arbeiten kommen, wird sich verkehrstechnisch an den Wochentagen nicht viel ändern. Wenn alle gleichzeitig unterwegs sind, gibt es immer Verkehrsprobleme – mit oder ohne Grenzkontrolle.»
IRRTUM 6 Die «Grünen Zettel», mit denen ich in Deutschland bisher die Mehrwertsteuer zurückbekommen habe, gibt es nach Schengen nicht mehr.
Falsch. «Da die Schweiz nicht in der EU-Zollunion ist, gibt es weiterhin auch diese ausländischen Ausfuhrscheine.»
IRRTUM 7 Mit Schengen wird an der Grenze alles anders — man muss aufpassen, dass man keine Fehler macht.
«Bereits heute arbeitet die Grenzwache weitgehend schengenkonform. Für die Reisenden werden deshalb die Änderungen auf den Grenzübergängen wenig spürbar sein.»
«Nein, die heutigen Zollvorschriften bleiben genau gleich bestehen», so Gantenbein. «Bei Schengen geht es um die Personen- und nicht um die Warenkontrolle. Da die Schweiz nicht in der EU-Zollunion ist, führt die Grenzwache weiterhin Kontrollen durch.»
IRRTUM 2 Mit Schengen gibt es keine Grenzwache und keinen Zoll mehr.
«Nein, der Zoll und das Grenzwachtkorps bleiben im gleichen Umfang bestehen. Auch die Anlagen an den Landesgrenzen werden nicht abgebaut.»
IRRTUM 3 Dank Schengen brauche ich beim Grenzübertritt keine ID mehr.
«Das hängt von den Bestimmungen der einzelnen Schengen-Mitgliedstaaten ab. Für die Schweiz brauchen Reisende beim Grenzübertritt weiterhin ein gültiges Reisedokument, Pass oder ID.»
IRRTUM 4 Grenzwächter dürfen niemanden mehr kontrollieren.
«Die Grundidee von Schengen ist, dass eine Person an der Landesgrenze nicht mehr allein aufgrund der Tatsache kontrolliert wird, dass sie ein- respektive ausreist. In diesem Sinn werden die systematischen Personenkontrollen an der Grenze aufgehoben. Etwa zur Abklärung der Herkunft und Destination von Waren oder zum Selbstschutz kann eine Personenkontrolle aber nach wie vor durchgeführt werden. Bei einem polizeilichen Anfangsverdacht sind Personenkontrollen ebenfalls möglich.»
IRRTUM 5 Staus an der Grenze sind bald Vergangenheit.
«Die Wartezeiten hängen nach unseren Erfahrungen nicht primär von der Grenzkontrolle ab, sondern vom Verkehrsaufkommen. Da jeden Tag über 65´000 Grenzgänger von Deutschland und Frankreich in die Region Basel zum Arbeiten kommen, wird sich verkehrstechnisch an den Wochentagen nicht viel ändern. Wenn alle gleichzeitig unterwegs sind, gibt es immer Verkehrsprobleme – mit oder ohne Grenzkontrolle.»
IRRTUM 6 Die «Grünen Zettel», mit denen ich in Deutschland bisher die Mehrwertsteuer zurückbekommen habe, gibt es nach Schengen nicht mehr.
Falsch. «Da die Schweiz nicht in der EU-Zollunion ist, gibt es weiterhin auch diese ausländischen Ausfuhrscheine.»
IRRTUM 7 Mit Schengen wird an der Grenze alles anders — man muss aufpassen, dass man keine Fehler macht.
«Bereits heute arbeitet die Grenzwache weitgehend schengenkonform. Für die Reisenden werden deshalb die Änderungen auf den Grenzübergängen wenig spürbar sein.»
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