Der Schock-Bericht

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Von Flurina Valsecchi

Der Uno-Klimabericht zeigt: Die Welt steuert auf eine Katastrophe zu. Unabhängige Experten glauben: Es kommt alles noch schneller und schlimmer.Die Zeit für die ökologische Revolution ist gekommen.» So kommentierte der französische Staatspräsident Jacques Chirac (74) in Paris die aktuelle Uno-Klimastudie.
In der am Freitag vorgestellten Untersuchung stehts schwarz auf weiss:
  • Die Temperaturen werden bis ins Jahr 2100 wahrscheinlich mehr als doppelt so schnell steigen wie im vergangenen Jahrhundert.
  • Im schlimmsten Fall wirds bis 2100 im Durchschnitt 6,4 Grad wärmer.
  • Der Meeresspiegel steigt noch in diesem Jahrhundert 18 bis 59 Zentimeter an. Sturm, Überschwemmungen und Dürren häufen sich.
  • Es ist klar, dass die Menschen am Klimawandel schuld sind. Selbst wenn alle CO2-Emissionen sofort gestoppt würden, stiege die Temperatur um weitere 0,6 Grad an, weil das Klimasystem mit Verzögerung reagiert.


Doch die Uno-Studie zeigt nicht die ganze Wahrheit. «Der Bericht ist lediglich der kleinste gemeinsame Nenner», so Patrick Hofstetter (41), Leiter Klimapolitik beim WWF Schweiz. Tatsächlich gibt es bereits aktuellere Forschungsresultate, die ein noch weit dramatischeres Bild zeigen.
  • Gemäss seriösen Untersuchungen steigt der Meeresspiegel bis 2100 nicht um einen halben, sondern um mehr als einen Meter an.
  • Tausende von Inseln verschwinden.
  • Überschwemmungen treiben Menschen in die Flucht. Folge: Bewaffnete Konflikte.
  • Wegen des auftauenden Permafrosts in Sibirien entweicht in der Erde gebundenes Methan, das die Klimaveränderung weiter anheizt.
  • Über eine Million Tierarten sterben aus.

Die Natur gerät aus den Fugen – mit verheerenden Folgen auch für die Landwirtschaft, Hungerkatastrophen werden sich häufen.

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