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Im Kongresszentrum tagen die WEF-Teilnehmer. Unterdessen werden ihr Wagenpark gepflegt. Unglaublich: 120 Autos gehen an einem normalen WEF-Tag durch die Waschanlage der Amag in Davos, erzählt Werkstattleiter Marcel Schaniel. Vor der Einfahrt kommt es deshalb täglich zu langen Staus.
Selbst gestern, als es den ganzen Tag schneite liessen 50 Chauffeure ihre Karre waschen. Insgesamt stehen in Davos drei Waschanlagen zur Verfügung.
Einige Chauffeure schicken ihr Auto gleich mehrmals täglich durch: «Wenn sie einen neuen Gast abholen, muss der Wagen sauber sein», sagt Schaniel.
Grüneres Davos?
Und auch wenn sich die grossen Namen mit grossen Autos vorfahren lassen: Das WEF gibt sich grün. Limousinen dürfen nicht mehr als 9 Liter pro 100 Kilometer Sprit verbrauchen und maximal 230 Gramm CO2 pro Kilometer ausspucken. Das steht in den Regeln mit dem Titel «Towards a greener Davos».
Die Strassen, vor allem die Promenade mit allen Hotels, wird von Audis dominiert. Auch Hybrid-Fahrzeuge von Mercedes sind auszumachen. Allein Audi und VW stellen zusammen in Davos 270 Fahrzeuge für die WEF-Besucher zur Verfügung.
Richtige Pferdestärken?
Ein Audi A8 mit 4.0 Liter TDI-Motor erfüllt die Vorgaben für das «grünere Davos». Er verbraucht im Schnitt 7,6 Liter auf 100 Kilometer und verpufft 199 Gramm CO2 pro Kilometer.
Doch das Problem: Weil sich die Autos in Davos ständig im Stop-and-Go-Modus durch die Strassen quetschen, steigt der Verbrauch. Der Audi A8 schluckt so über 10 Liter.
Deshalb bricht die Diskussion um das Verkehrschaos und den Umweltschutz in Davos am WEF auch nie ab. Sogar die Limousinen, zumindest teilweise, mit Pferdekutschen zu ersetzen, wird diskutiert. Den Verkehrsstau würde eine solche Lösung aber eher verschärfen als lösen. (pft)