Der Kannibale von Rotenburg spricht im TV: Interview mit dem Menschenfresser

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KASSEL (D). Armin Meiwes, der unappetitlichste Mörder Deutschlands, sprach am Montag erstmals vor einer Fernsehkamera im Gefängnis über seine abartige Tat.

«Menschenfleisch schmeckt ähnlich wie Schweinefleisch, etwas herber, kräftiger. Es schmeckt recht gut», sagte der verurteilte Mörder Armin Meiwes am Montagabend im Interview mit RTL. Ruhig und fast schon besonnen erzählt er von seiner barbarischen Tat. Der als «Kannibale von Rotenburg» bekannte Meiwes ermordete im März 2001 einen 42-jährigen Mann und verspeiste danach 20 Kilogramm Fleisch seines Opfers. Nach eigenen Angaben wollte sein Opfer, das er im Internet kennenlernte, gegessen werden. Vor der Tat habe er mit mehr als 400 ähnlich gesinnten Männern Kontakt gehabt. Nun sitzt der Kannibale im Hochsicherheitstrakt der Strafanstalt Kassel. Verurteilt zu lebenslanger Haft wegen Mordes.

Meiwes selber hält sich für einen «normalen Menschen» der eine Therapie brauche. 30 Jahre lang habe sich der heute 45-Jährige den Moment «dieser inneren Verbindung durch dieses Fleisch» herbeigesehnt. Als Kind sei sein Lieblingsmärchen Hänsel und Gretel gewesen. «Interessant war, wo dieser Hänsel verspeist werden sollte. Man glaubt nicht, wie viele Hänsel im Internet herumsausen», sagt Meiwes.

Lebenslänglich für Mord: So lautet das Urteil für den Kannibalen Armin Meiwes. play Lebenslänglich für Mord: So lautete das Urteil für den Kannibalen Armin Meiwes. (Reuters)