Der Aargauer Thomas Herzig (51) ist der grösste Polizei-Fan «Lasst meine Freunde in Ruhe!»

BRITTNAU AG - Polizisten anzeigen, liegt laut Kriminalstatistik im Trend. Nicht so bei Thomas Herzig (51) aus Brittnau. Im Gegenteil: Er macht sich die Beamten seit über 20 Jahren zu seinen Freunden. Und fährt damit gut, wie er BLICK erzählt hat.

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Stolz zeigt Thomas Herzig (51) aus Brittnau AG seine Polizei-Tattoos. «Ich bin ein riesiger Fan und seit über zwanzig Jahren der Polizei verfallen», sagt er. Deshalb ärgert er sich auch so über die Kriminalstatistik, die belegt: Seit 2013 werden immer mehr Polizisten angezeigt. Meistens von Leuten, die sich rächen wollen (BLICK berichtete).

«Ich würde nie zu Unrecht einen Polizisten anzeigen», sagt Herzig. Im Gegenteil: «Sie sind meine Freunde. Und wenn sie nur ihre Arbeit machen, sollen sie bitte auch in Ruhe gelassen werden.»

Schon in den 80er-Jahren, als Thomas Herzig eine Bäcker-Anlehre machte, fiel ihm immer eine Streife auf. Als die Polizisten auch noch bei ihm Gipfeli kauften, «war es um mich geschehen». Er wurde Fan der Regionalpolizei Zofingen und der Kantonspolizei. «Ich besorgte mir sogar ein Funkgerät und hörte alles mit.» So war er denn oft an Unfallstellen zu sehen und half. «Leider hatte ich den Funk einmal in Olten dabei und wurde erwischt», so Herzig. «Die Solothurner waren nicht so lieb wie die Aargauer. Ich musste 30 Minuten in eine Zelle, meinen Funk dort lassen und 500 Franken Busse zahlen.» Die Zofinger Polizeifreunde hätten ihn dann «befreit».

Als 2003 der abhörsichere Digital-Funk eingeführt wird, konzentriert sich Herzig aufs Sammeln. Er besitzt heute alles, was das Polizei-Herz begehrt. «Ich liess sogar Fotos machen und meine Fingerabdrücke nehmen.»

Auch die Polizei mag ihn: Zu seinem 50. Geburtstag kam die Patrouille «AG 1» zu ihm ins Geschäft. Herzig arbeitet in der Gärtnerei des Arbeitszentrums für Behinderte in Strengelbach AG: «Ich dachte, die wollten jemanden verhaften. Stattdessen gab es Präsente!»

Selbst beschenkte er sich mit einem Roller, den er beklebte wie ein Polizeiauto: «Ich darf damit ins Geschäft fahren, aber Original-Hemd und Cap müssen daheim bleiben.»

Im Mai liess sich Herzig die Namen der Aargauer und Berner Sondereinheiten auf den Oberarm tätowieren sowie das Kennzeichen seines Lieblings-Polizeiautos. «Jetzt fehlt mir nur noch eine Freundin, die bei der Polizei arbeitet», grinst er. Die dürfte dann auch durch das Sperrzonen-Band der Schlafzimmertüre.

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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14 Kommentare
  • jürg  frey aus teufen
    04.10.2016
    Stehe voll hinter der Meinung. Für nicht allzu viel Lohn den Kopf hinhalten und das immer mehr auch ausserhalb der offiziellen Arbeitszeit. Wer macht das schon mit Lust? Und wird dann noch kritisiert, wenn man sich wehren muss gegen Chaoten von linker Seite.
  • Lionel Werren,  der Klartexter 04.10.2016
    Wer Probleme mit der Polizei hat, hat meistens selbst ein Problem. Er ist so unsicher, dass er sich nichts sagen lassen kann, weil er sich dann gleich noch minderwertiger fühlt, er hat nie gelernt, eine Regel nicht befolgen und nie gelernt, sich zum Wohle der Gesellschaft rücksichtsvoll zu verhalten.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    04.10.2016
    Wieso muss das Originalhemd daheim bleiben? Man kann Uniformhemden überall kaufen und dann selbstverständlich auch tragen wie Militär Offiziersuniformen, die man beim Trödler kauft.
  • Hans  Gusen aus Zug
    04.10.2016
    Normalerweise hören solche Schwärmereien spätestens nach dem Kindergarten auf. Eine Freundin würde ihm gut tun - zusammen Ninja-Filme gucken macht mehr Spass.
  • Reinhold  Steinadler aus Rocky Castle
    04.10.2016
    Auch Lokomotivführer und Piloten haben es heutzutage nicht leicht, haben aber in diesem Alter meistens schon eine Partnerin gefunden.