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Trotz zweimaliger Satzführung verliert Roger Federer den Final der US Open gegen Juan Martin Del Potro. Der Argentinier verdient den Sieg in einem umkämpften Fünfsatz-Match dank seines Muts und seiner gewaltigen Vorhand.
Im 21. Grand-Slam-Final muss Roger Federer die sechste Niederlage einstecken, erstmals heisst sein Endspiel-Bezwinger in einem Major nicht Rafael Nadal.
Hawk-Eye-Entscheid frustet Federer
Die letzte Niederlage in New York geht für den Schweizer weit zurück – 2003 in den Achtelfinals gegen David Nalbandian, auch er ein Argentinier.
Dabei wirkt Del Potro fast zwei Sätze lang völlig blockiert. Er zweifelt, hadert, macht fast nichts richtig. Federer hat zwar lange Zeit eine sehr schlechte Quote an ersten Aufschlägen im Feld, führt dank seines überlegenen Gesamtpakets aber dennoch 6:3, 5:4, 30:0. Doch bei 30:30 wirft ihn eine Hawk-Eye-Challenge völlig aus dem Konzept.
Ein Lexus und 1,85 Millionen Dollar
Del Potro besitzt in Vorhandduellen mit seiner unglaublichen Wucht und hohem Risiko Vorteile, Federer hält mit seiner Spielintelligenz dagegen. Den dritten Satz gewinnt Federer nach Breakrückstand, im vierten gibt er aber erneut das Tie-Break ab. Der Fight wird im fünften Satz entschieden, als Del Potro ein frühes Break gelingt, bevor er am Ende zum Schlussresultat von 6:3, 6:7 (5:7), 6:4, 6:7 (4:7), 2:6 aus Sicht des Schweizers nachdoppelt.
Del Potro nimmt einen Lexus und 1,85 Millionen Dollar an Preisgeld mit nach Hause. Der Frust für Federer dürfte aber auf den Abend begrenzt sein. Mit zwei Grand-Slam-Siegen 2009 kann er mehr als zufrieden sein.