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Was? Renato Ulrich hat gestern an dieser Stelle behauptet, er habe diese Woche fast nicht mehr trainiert? Nimmt unser Team-Captain den Gigathlon etwa gar nicht richtig ernst?
Bei mir sieht die Sache ganz anders aus. Ich habe mich bis ins letzte Detail vorbereitet. Zum Biken bin ich bis am Mittwoch im Engadin gewesen. Eine wunderbare Landschaft, die man auf dem Mountainbike richtig geniessen kann. Sogar das Schlafen im Zelt habe ich geübt. Auf dem Campingplatz in Silvaplana – es war sogar das Zelt vom Gigathlon vor drei Jahren.
Spass bei Seite. Für mich sind die Tage im Engadin ja auch kein ernsthaftes Training gewesen, sondern aktive Ferien. Dass ich am Mittwoch mit dem Bike noch gestürzt bin, hat auf meine Leistung vom Wochenende kaum negative Auswirkungen. Ein Knie ist zwar etwas blau, aber für den Einsatz kein Problem.
Es macht mir keine Angst, dass die Mountainbike-Strecke schwierig sein soll. Das ist für alle gleich. Ich bin bereit. Als Snowboardcrosserin habe ich in den Abfahrten wohl einen Vorteil. Mutproben, das richtige Einschätzen der Situation und optimale Linienwahlen bin ich vom Snowboardcross gewohnt. Das Bergauffahren nehme ich gerne in Kauf, wenn mir als Lohn für die Kraxelei danach eine Abfahrt winkt.
Ich freue mich aufs Wochenende, auf heute Nachmittag, wenn ich meine Team-Kollegen beim Einchecken treffe.
Lesen Sie morgen das Tagebuch von Handbiker Christoph Kunz
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Sandra Frei (25) ist Snowboardcrosserin.