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Barack Obama ist mitten in seiner Rede. Die Welt ist ganz Ohr. Der neue Präsident ist daran zu erklären, wie frühere Generationen von Amerikanern «den Kommunismus und Faschismus nicht nur mit Raketen und Panzern, sondern auch mit stabilen Bündnissen und festen Überzeugungen» überwunden hätten.
Offensichtlich bringt das Stichwort «Kommunismus» für die chinesischen Behörden das Fass zum Übelaufen. Kaum kommt es Obama über die Lippen bricht beim staatlichen chinesischen Fernsehen der Ton ab. Nach wenigen Momenten dann wird die Rede ganz ausgeblendet.
Das ist noch nicht alles. In den Übersetzungen der Rede auf den grossen chinesischen Internet-Portalen Sina und Sohu fehlte heute das Wort «Kommunismus». Ein zweiter Absatz der Rede, in dem Obama Staaten anspricht, die Kritiker mundtot machten, fehlte ganz.
Immer mehr Websites geschlossen
Die Regierung in Peking hat in den vergangenen Wochen die Zensur im Internet massiv ausgeweitet und mehr als 200 Websites geschlossen. Offiziell wird dies mit «vulgärem Inhalt» begründet. In diesem Jahr stehen mehrere politisch brisante Termine an, wie der 20. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Das könnte jedes Mal ein Test für die Medienfreiheit werden. (SDA/snx)
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