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Aussenministerin Micheline Calmy-Rey fährt gerne Auto. (Schweizer Illustrierte, Kurt Reichenbach)
Micheline Calmy-Rey steht auf Autos. «Ich fahre gerne», gab sie bei der Eröffnung des Genfer Salons 2007 zu. Bislang kurvt die flotte Magistratin mit einem VW Golf herum. Aber einem, der es gewaltig unter der Haube hat: 6 Zylinder, 204 PS, Spitze weit jenseits der 200 km/h-Schwelle. Allerdings auch ökologisch jenseits von Gut und Böse: 259 Gramm CO2-Ausstoss, Verbrauch 12 Liter, Energieetikette G. Damit soll bald Schluss sein.
«Ja, die Bundesrätin beabsichtigt den Kauf eines ökologischen Fahrzeugs», bestätigt ein EDA-Sprecher. Rat holte Calmy-Rey beim Energiepapst der SP, Nationalrat Rudolf Rechsteiner: «Beim Fraktionsausflug erzählte ich ihr vom geplanten Toyota Prius mit ganz neuem Hybridantrieb.»
Auf den ist Calmy jetzt scharf. Mit seinem «Plug-in-Hybrid» speichert er nicht nur die Bremsenergie. Er kann auch an der Steckdose tanken – wodurch sich die Reichweite massiv erweitert. Ehrensache für Calmy, dass nur Ökostrom in ihren Tank kommt. «Mit 1100 Windrädern in der Nordsee könnte man sämtliche Autos der Schweiz antreiben», rechnet Energie-Politiker Rechsteiner vor.
Der Haken an der Sache: Den neuen Prius gibts noch gar nicht. Erst Ende Jahr werden weltweit 500 Prototypen an ausgewählte Flottenkunden geliefert. Privatkunden müssen bis 2012 warten. Dass Calmy-Rey vorzeitig bedient wird, mag Toyota noch nicht bestätigen. Aber man würde sich «natürlich freuen, wenn sich Frau Bundesrätin für dieses umweltschonende Fahrzeug entscheiden würde», gibt sich Philipp Rhomberg, Generaldirektor von Toyota Schweiz, diplomatisch.
Fest steht eines: Wer auf einen baldigen Abgang Calmy-Reys spekuliert, täuscht sich. Die Genferin hat noch langfristige Pläne.
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Den neuen Toyota Prius kann man einfach an der Steckdose tanken. (ZVG)