Bundesrat will elektronisches System Vignette soll verschwinden

BERN - Die Windschutzscheiben von Autos werden künftig frei vom quadratischen Kleber sein. Die Abgabe für die «E-Vignette» soll nicht höher sein als heute.

E-Vignette: Bundesrat will klassische Autobahnvignette ersetzen play

Immerhin: Das lästige Vignetten-Abkratzen im neuen Jahr wird sich künftig erübrigen.

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Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 2. Dezember 2016 einen Bericht verabschiedet, in dem er den Wechsel von der Klebevignette zur elektronischen Erhebung der Nationalstrassenabgabe mittels «E-Vignette» empfiehlt. Die Abgabe (momentan 40 Franken) soll nicht erhöht werden.

Kameras filmen Kontrollschilder

Mit der «E-Vignette» würde die Berechtigung zur Nutzung des abgabenpflichtigen Strassennetzes neu an das Kontrollschild und nicht länger an das mit der Vignette beklebte Fahrzeug gebunden. Vor dem Befahren des abgabepflichtigen Nationalstrassennetzes würde der Fahrzeugführer sein Kontrollschild elektronisch registrieren und die Abgabe entrichten.

Kontrollen würden mittels automatisierten Kontrollsystemen erfolgen, welche die Durchfahrt eines Kontrollschildes erfassen und mit den in der Datenbank registrierten Kontrollschildern abgleichen. Durchfahrtsdaten registrierter Kontrollschilder würden sofort gelöscht. Wer im abgabenpflichtigen Strassennetz ein nicht registriertes Kontrollschild verwendet, müsste mit einer Busse rechnen.

Die E-Vignette kommt frühestens ab 2023

Die heutige Klebevignette trägt Betriebskosten von rund 48 Million Franken mit sich. Die Einführung der elektronischen Vignette würde zwischen 50 bis 75 Millionen Franken kosten. Danach würde sich die neue Lösung rechnen, der Bundesrat beziffert die laufenden Kosten der E-Vignette auf 25 bis 35 Millionen Franken.

Bei einem optimalen Verlauf des parlamentarischen Verfahrens und der erforderlichen Beschaffungen kann ein neues Abgabesystem frühestens ab 2023 eingeführt werden.

Die E-Vignette sei keine Vorstufe zu Mobility Pricing (pay as you use-Prinzip), schreibt der Bundesrat. Die Abgabe erfolge weiterhin pauschal, mit der neuen Technik werde nur kontrolliert, ob man Nationalstrassen befahre. Die effektive Dauer der Strassennutzung, die Häufigkeit der Durchfahrten sowie gefahrene Kilometer würden weiterhin nicht erfasst, im Gegensatz zum Mobility Pricing. (bö)

 

Update folgt....

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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36 Kommentare
  • Fliederotto  Silkonbort aus Rheintal
    gestern, 15:00 Uhr
    Abgesehen davon, dass mit dem selben System gestohlene Fz gesucht werden und von gesperrten Fahrern Fotos zur Kontrolle ob ein anderer fährt gemacht werden können, wird wieder zu wenig weit gedacht. Ein elektronisches System mit DAB+ Radio, Navi, Roadpricing und was man so reinbauen kann an Features wär jetzt europaweit einheitlich das richtige. Radios müssten eh getauscht werden. Abrechnung fürs Ausland im Inland mit Länderausgleich. Theoretich mit automatischen Geschwindigkeitsbussen :-)
    • willi  Frischknecht heute, 14:15 Uhr
      Was ist daran neu? Diese Kameras gibt es schon an Zollkontrollstellen und auch im Inland, da werden die Nummern mit Fahrzeugdaten und Haltern mit Billettentzug abgeglichen. Big Brother ist längst Realität, darum auch nein zu jeden neuen Versuch das Netz noch engmaschiger zu machen.
  • Daniel  Stirnimann , via Facebook gestern, 14:51 Uhr
    da kann der bund weitere millionen in einem it-projekt verlochen...
  • Ueli  Maier aus Dübendorf
    gestern, 14:47 Uhr
    Eigentlich interessant, dass so viele der Kommentarschreiber Angst vor Überwachung haben. Es sind zum Teil dieselben, die noch vor ein paar Monaten das Referendum zum BÜPF ablehnten mit der Aussage, dass nur Angst haben müsse, wer sich etwas zu Schulden kommen lasse. Ein Schelm, der sich nun Böses dabei denkt!
  • Fritz  Blasimann gestern, 14:18 Uhr
    Bevor da irgendwelche neuen Syteme beschafft werden, soll der Bundesrat gefälligst über die Abschaffung der Autobahnvignette nachdenken! Denn man soll nicht vergessen, die Vignette wurde bloss temporär eingeführt! Genau so wie die Bundessteuer, die einst eine Kriegssteuer war! Die Bundessteuer ist mittlerweile illegal und die Autobahnvignette ein "Providurium"!
    • Rudolf  Locher , via Facebook gestern, 14:45 Uhr
      Tempo 100 war auch nur ein Versuch , also wird gelogen
  • Peter  Kaufmann aus Oftringen
    gestern, 13:59 Uhr
    Es gibt noch vieles in Papierform wo noch verschwinden sollte. Digital kann überall eingesetzt werden, fragt sich nur ob die Bevölkerung noch weiss wo sie überall dabei ist und vor allem die Finanzen im Griff hat, was auch nicht alle können.