Brit-Pubs bald rauchfrei?

  • Publiziert: 16.11.2004, Aktualisiert: 02.01.2012

LONDON – Britischen Rauchern geht bald die Luft aus. Wenn es nach der Labour-Regierung geht, dürfen sie nur noch an wenigen Orten ihrem Laster frönen.

Man stelle sich vor: Egal ob in London, Cardiff oder Drumnadrochit, man kommt in ein Pub – und hat freie Sicht auf die Bartheke. Kein Hauch von Qualm und Rauch vernebelt einem den Blick auf die Zapfhähne von Stouts und Ales, alles ist klar und rein. Unmöglich? Momentan vielleicht schon, aber bis in vier Jahren soll genau dies völlig normal sein.

Denn die britische Labourregierung will das Rauchen in der Öffentlichkeit weitgehend verbieten. Öffentlichkeit wird in diesem Fall sehr wörtlich verstanden und betrifft deshalb auch die meisten «Public Houses» (übersetzt öffentliche Häuser).

Die rauchfreie Zone geht aber noch weiter: «Alle Regierungsgebäude, öffentliche Räume und Arbeitsplätze werden rauchfrei sein», verkündete Gesundheitsminister John Reid am Dienstag im Parlament.

Kurz, die Zigarette wird überall dort verbannt, wo Essen zubereitet und serviert wird. Rund 90 Prozent aller Pubs sind davon betroffen. Lokale, wo es nur Flüssiges gibt, können hingegen selber entscheiden, ob Glimmstängel auch weiterhin willkommen sind.

Gemäss «Daily Mail» sollen mit dem Weissbuch gegen das Rauchen vor allem Paff-Abstinenzler vor dem Passivrauchen geschützt werden. Reid bringt es auf den Punkt: «Wir glauben, dass in einer freien Gesellschaft Männer und Frauen innerhalb des Gesetzes das Recht haben ihren eigenen Lebensstil zu wählen, auch dann, wenn er ihre eigene Gesundheit ruiniert. Aber die Leute haben nicht das Recht, die Gesundheit von andern zu zerstören.»

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