
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Hasler spricht deutliche Worte: Die SVP ist «nicht mehr ernst zu nehmen» und «ausländerfeindlich». Das wird Parteipräsident Ueli Maurer und die Seinen aus dem Munde des mächtigen Arbeitgeberdirektors Peter Hasler nicht gerne hören.
Um was gehts? Um die Personenfreizügigkeit. Diese, Teil eines bilateralen Abkommens mit der EU, soll auf die zehn neuen Mitgliedsstaaten im Osten des Kontinents ausgeweitet werden. Dagegen hat die SVP am Wochenende die Nein-Parole beschlossen.
Der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm hatte bei dieser Versammlung vor einer «unkontrollierten Zuwanderung von Menschen, die sich nicht anpassen wollen und die nicht wissen, was die Werte der direkten Demokratie der Schweiz ausmachen» gewarnt.
Diese Haltung kontert Hasler heute in der «Berner Zeitung»: «Wenn man den Wirtschaftsstandort der Ausländerfeindlichkeit opfert, ist das einer der kardinalsten Fehler, die eine Partei machen kann.» Wenn die Partei die Ausländerphobie pflege statt auf Sachargumente zu setzen, könne sie nicht mehr als ernst zu nehmende Wirtschaftspartei gelten.
Hasler glaubt, dass dies der FDP Aufschwung geben könnte: «Die SVP macht mit ihrem Kampf gegen die Personenfreizügigkeit jetzt wahrscheinlich innert kürzester Zeit alles kaputt, was sie in den letzten Jahren aufgebaut hat.»
Gemäss dem Arbeitgeberdirektor steht der Schweiz ein höchst unerfreulicher Abstimmungskampf mit vielen ausländerfeindlichen Parolen bevor. Für ihn sei es entscheidend den Bürgern klar zu machen, dass die Personenfreizügigkeit das falsche Objekt sei, um die Ausländerthematik abzuhandeln.
Arbeitgeberdirektor Peter Hasler: «Die SVP opfert den Wirtschaftsstandort der Ausländerfeindlichkeit.»- Keystone