Bestnoten für asiatisch-arabische Airlines Cathay fliegt am sichersten

HAMBURG - D - Das Hamburger Flugunfallbüro «Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre» hat die Sicherheit der 60 grössten Fluggesellschaften untersucht. Cathay aus Hongkong ist spitze. Swiss belegt Rang 31.

Die Hong-Kong-Fluglinie Cathay Pacific führt die Sicherheitsliste an. play
Die Hong-Kong-Fluglinie Cathay Pacific führt die Sicherheitsliste an. KEYSTONE/EPA/AIRBUS/FIXION/HANDOUT

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Die weltweit fünf sichersten Airlines kommen laut Flugunfall-Experten aus dem asiatisch-arabischen Raum. Auch 2015 führte die aus Hongkong stammende Cathay Pacific die Sicherheitsliste der 60 grössten Fluggesellschaften an. 

Danach folgen Emirates aus Dubai, Eva Air aus Taiwan, Qatar Airways aus Katar sowie die chinesische Hainan Airlines. Das geht aus einem vorab veröffentlichten Beitrag des Hamburger Flugunfallbüros «Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre» (JACDEC) für das Luftfahrtmagazin «Aero International» hervor.

Schweiz im Mittelfeld 

Erst auf Rang sechs folgt mit der niederländischen KLM die erste europäische Fluggesellschaft. Die Schweizer Airline Swiss belegt den 31. Rang. Unter den Top Ten vertreten sind zudem Air New Zealand (7), die aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammende Etihad Airways (8), Japan Airlines (9) und die portugiesische TAP (10). Die deutschen Gesellschaften Lufthansa (12) und Air Berlin (20) schaffen es in die Top 20.

Die Lufthansa lag beim Indexwert hauchdünn vor der australischen Qantas. Die Australier waren kürzlich von einer Mitte 2013 gegründeten heimischen Rating-Agentur nach etwas anderen Kriterien zur sichersten Fluggesellschaft erklärt worden. Schlusslicht ist im JACDEC-Ranking Vietnam Airlines.

Verkehrsleistung und Zwischenfälle berücksichtigt

Die Hamburger Unfalluntersucher messen bei ihrer Bewertung unter anderem Verkehrsleistung und Zwischenfälle und betrachten einen Zeitraum von 30 Jahren. Neben Flugzeug-Totalverlusten werden auch schwere Zwischenfälle erfasst.

Dabei muss es sich nicht unbedingt um Unfälle im klassischen Sinn handeln, es kann auch um Beinahe-Kollisionen oder riskante Situationen gehen. Je länger ein Unfall zurückliegt, umso schwächer wirkt er sich auf den JACDEC-Sicherheitsindex aus. Verschiebungen in der Liste bedeuten also nicht, dass die betreffenden Unternehmen nicht mehr sicher sind.

Germanwings nicht untersucht

Die deutsche Germanwings, die 2015 mit einem vorsätzlich in die Alpen gelenkten Airbus die Sicherheitsdebatte in der Zivilluftfahrt beherrschte, war wegen ihrer Verkehrsleistung nicht unter den 60 weltgrössten Airlines. 

Dadurch verzeichnete 2015 keine einzige Gesellschaft aus der betrachteten Gruppe ein grösseres Unglück - obwohl es auch Unfälle gab, bei denen Flugzeuge als Totalverlust abgeschrieben werden mussten. Menschenleben waren dabei nicht zu beklagen.

Entsprechende Unglücke hatten die Gesellschaften Turkish Airlines und Air Canada - sowie die südkoreanische Asiana: Im April hatte einer ihrer A320-Jets rund 300 Meter vor dem japanischen Flughafen Hiroshima eine Antenne des Landesystems gestreift und mit dem Heck den Boden berührt. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon - der Airbus dagegen wurde aufgrund seiner Beschädigungen verschrottet.

Das JACDEC in Hamburg ist eine weltweit angesehene Institution mit globaler Datenbank. Sie arbeitet mit den führenden Luftfahrtbehörden zusammen. (SDA/ant)

Publiziert am 12.01.2016 | Aktualisiert am 12.01.2016
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7 Kommentare
  • Erni  Schaffer aus Haus am See
    12.01.2016
    Für mich sind die asiatischen seit jeher die sichersten und bequemsten was Sitz sowie Beinfreiheit anbelangt, von der freundlichen Besatzung muss man schon gar nicht reden, auch Service und essen bei weitem besser als beispielsweise bei Suisse , dann kommen noch die Preise dazu, also lieber einmal umsteigen und ein paar Hunderter für den Urlaub sparen als sich bei Suisse Flügen zu ärgern
  • Horst  Schlemmer aus Einsiedeln
    12.01.2016
    Heute wurden auch die passagierzahlen der lufthansa-gruppe veröffentlicht.
    Rekord-auslastung bei der swiss.... Ein gutes ergebnis dafür dass die bünzlis hier immer versuchen zu bashen...
    Guten flug.
  • Pius  Breitenmoser 12.01.2016
    Alles wunderbar.......aber seit 1997 haben die Cathay Pacific Flugzeuge einen total anderen Anstrich...!
  • Marcel  Biedermann 12.01.2016
    Bei diesem Rating sind Airlines mit einem prozentual grossen Anteil an Langstrecken-Flügen mit grossen Flugzeugen bevorteilt, weil sie eine grössere Verkehrsleistung aufweisen. Wie man ja weiss, geschehen die meisten Unfälle beim Start und der Landung. Also zuerst nachdenken bevor man kommentiert. Und für alle Ewig-Gestrigen: die SWISS ist eine in der Schweiz registrierte Fluggesellschaft mit Basis Zürich Kloten und beschäftigt zu 90 Prozent Schweizer Personal. Und stellt 400 neue ein!
    • Daniel  Furrer aus Bassersdorf
      12.01.2016
      Für Sie, die SWISS ist ein Deutsche Fluggesellschaft mit einem Büro in der Schweiz. CEO, GL, Management alles Deutsch. Crew immer mehr Ausländische Mitarbeiter als Schweizer. Also ist die SWISS nur per Namen eine CH Airline.
  • Rolf  Gerber aus Zürich
    12.01.2016
    Früher war die Swissair mal Beispiel für eine super Airline und hat mit diesem Image die Schweiz repräsentiert. Die Swiss dümpelt so auf Platz 30 rum. Ich als Schweizer finde eine solche Reputaion nicht so toll und will dies nicht mehr in Verbindung mit der Schweiz sehen. Kann man dieser ausländischen Fluggesellschaft nicht endlich den Namen Swiss verbieten? Kannte jemanden, der wollte dies als einziger CH-Anbieter auch im Firmennamen. Ihm wurde dies aber verwehrt.