Beschlagnahmter Mash kam an Heiligabend weg Kampfhund vom Ex-Herrchen geklaut?

SCHÖFTLAND AG - Die Räuber brachen gezielt in das Tierheim Böhler ein und holten sich den Bully aus dem Gehege. Der Listenhund ist im Kanton Zürich verboten und wurde hier beschlagnahmt.

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Die Nachricht verbreitete sich auf Facebook wie ein Lauffeuer. Auf einer Art Steckbrief sucht das Tierheim Tierhöfli Böhler den American Bully Mash, eventuell Pasha. So hatte ihn der Besitzer offenbar getauft. Er wurde in der Nacht auf Heiligabend gestohlen. Bitte grossräumig teilen, schreibt das Tierheim noch dazu.

Geholfen hat es bisher nicht. Mash bleibt verschwunden. Trotzdem geben weder die Kantonspolizei Aargau noch das Tierheim irgendwelche Informationen zum Kampfhund-Raub preis. Es sei eine laufende Untersuchung, heisst es nur.

Geheimer Aufenthaltsort

BLICK weiss aus Tierschutzkreisen, dass der Hund im Kanton Zürich beschlagnahmt wurde. Grund: Der Bully steht auf der Liste der Rassen mit einem «erhöhten Gefährdungspotenzial», darunter fallen die Kampfhunde. Und die sind seit 2010 im Kanton Zürich verboten. Mash wurde dem Besitzer weggenommen und sichergestellt.

Hat der sich jetzt seinen Pasha alias Mash wiedergeholt? Eigentlich sollten die Besitzer von beschlagnahmten Hunden gar nicht erfahren, in welchem Heim ihr Tier untergebracht wird. Doch im Fall von Mash war das sehr einfach herauszufinden. Gibt man im Internet American Bully ein und fügt das Geburtsdatum des Hundes hinzu, stösst man automatisch auf die Homepage des Tierhöfli Böhler in Schöftland AG. Hier ist der muskulöse American Bull Terrier in seiner ganzen Pracht im Foto zu sehen.

Tierschützerin bietet Hilfe an

«Es werden viele Hunde im Kanton Zürich beschlagnahmt und verschwinden spurlos, nur aufgrund der Rasse, oder weil Anwohner etwas behaupten und sich beschweren», sagt Tierschützerin Edith Zellweger (62) von Aktive Tierschutzgruppe Salez. 

«Ich habe volles Verständnis, wenn ein Tierhalter seinen Hund in der Verzweiflung wieder befreit. Er hat null Chancen, das legal zu machen», sagt sie. Und geht sogar noch einen Schritt weiter: «Der Besitzer von Mash soll sich doch bei mir melden. Wenn er ein seriöser Tierhalter ist, helfe ich ihm.»

Publiziert am 31.12.2016 | Aktualisiert am 06.01.2017
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12 Kommentare
  • Martina  Schongau aus Schongau
    31.12.2016
    Es gibt gute Menschen und schlechte Menschen. Es gibt liebe Hunde und auch böse Hunde. Aber es gibt kein Wesen welches schlecht/ böse auf die Welt kommt. Eine "Liste " für schlechte Menschen gibts kantonal auch nicht. Alles Gute für Schmusetier Mash .
  • Glossa  Müller 31.12.2016
    Für Blich ist es halt ein Kampfhund.
    Auf 20min steht.
    "Weiter sagt Graser, dass der Hund den ehemaligen Besitzern weggenommen und sichergestellt worden ist. Das Tierheim war bereits auf der Suche nach einem neuen Besitzer: «Mash ist ein Kampfschmuser der besonderen Art», heisst es auf der Website etwa. «Er liebt die Menschen und ist auch zu Hunden jederzeit freundlich und umgänglich. Kurz: einfach eine unkomplizierte, liebenswerte Schmusebacke.»"
  • Marco  Klodel aus Stadt am Rhyy
    31.12.2016
    Wie gerne die Medien doch das selbsterfundene Wort "Kampfhund" ist immer wieder amüsant. Dann noch neue Hunderassen erfinden...den "American Bull Terrier" gibt es nicht. Eigentlich müssten wir ja Menschen aus bestimmten Ethischen Gruppen auch als potentiell gefährliche Kampfmenschen deklarieren, da diese laut Statistik viel öfters zu tödlicher und brutaler Gewalt greifen. Aber das wäre dann ja Polemik und Rassismus. Hauptsache die Schlagzeile und der Artikel liest sich schön spannend.
  • Annemarie   Setz 31.12.2016
    Freue mich für die , die den "Kampfhund" geklaut haben, und hoffe, dass er am richtigen Ort sein Leben leben darf!
  • Rolli  Wagner 31.12.2016
    Der Besitzer des Pitbull soll ins Gefängnis und der Hund in einem Heim verwahrt und kastriert werden. Zuchtverbot bis es diese Tiere nicht mehr gibt.
    • Recht  Haber aus Zürich
      31.12.2016
      Genau. Ich habe beim Joggen neuerdings zwei Pfeffersprays dabei - nur einer ist mir zu riskant.