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Zwei Männer, ganz offensichtlich ein Liebespaar, sitzen im Rosengarten und schauen auf die Berner Altstadt hinunter. Der Himmel ist rosa. Mit diesen Bildern bewirbt Bern Tourismus in Amerika und England schwule und lesbische Touristen. «Die beiden Länder gehören zu unseren Schlüsselmärkten», sagt Thomas Lüthi, Vizedirektor von Bern Tourismus. «Die ursprüngliche Kampagne lancierte Schweiz Tourismus. «Weil wir in Bern über ein starkes Gay&Lesbian-Angebot verfügen, tragen wir die Kampagne mit und haben bern-typische Sujets fotografiert.» Schwule und Lesben sind für Bern Tourismus interessant, weil sie zur umsatzstarken Dink-Zielgruppe (Double Income No Kids, Doppelverdiener ohne Kinder) gehören.
Und tatsächlich wird das Angebot für Schwule und Lesben in Bern immer umfangreicher. Im In-Lokal Du Théâtre veranstaltet David Merck seine «Bubennächte». Die Partyreihe erfreut sich grösster Beliebtheit und ist regelmässig ausverkauft. «Ich glaube, dass wir kreativer sind als die Zürcher. Das macht unser Angebot so toll», sagt Merck. Der Eventmacher spürt in Bern Aufbruchstimmung. «Im Moment läuft hier sehr viel. Bern kann sich sehen lassen.»
«Schwuler Freitag»
Auch Roger Schönenberger ist ein alter Hase im Partygeschäft. Mit seiner Firma Unique Events führt er dieses Wochenende in der Mahogany Hall zum ersten Mal den «schwulen Freitag» durch. «Wir finden, dass ein solches Angebot bisher fehlte», sagt Schönenberger. Von anderen Gay-Partys unterscheiden will sich Schönenberger im Bereich Musik: «Wir spielen Hits der 80er- und 90er-Jahre.»
Das Restaurant «Du Nord» mischt in diesem lukrativen Partysegment ebenfalls mit. Vor zwei Wochen wurde das Lokal wiedereröffnet. Das Abendprogramm mit Konzerten und Tanzveranstaltungen richtet sich an Schwule und Lesben. Eine gute Adresse ist auch der Gaskessel mit seinen «True Colors»-Discos.
Welches ist die schwulste Stadt der Schweiz?