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Haben italienische Bürger mit ihren Steuern die Sexorgien im Palast des Regierungschefs bezahlt? Durften Frauen mit den richtigen Körpermassen und lüsternen Vorhaben ungehindert in den Regierungspalast spazieren? Hat Berlusconi die Girls von Leistungen des Staates profitieren lassen? Zum Beispiel von «erleichterten» Baugenehmigungen?
Eine Parlamentskommission will Antworten, denn was die Luxus-Prostituierte Patrizia dAddario (42) nach und nach den Ermittlungsbehörden erzählt, lässt nicht nur den prüdesten Italienern die Röte ins Gesicht schiessen.
Berlusconi wollte ihr sein Schlafzimmer zeigen
Am 15. Oktober war dAddario, erfolglose TV-Moderatorin und Teilzeit-Prostituierte, im Palazzo Grazioli eingeladen. Noch während dem Essen habe der Premier ihr das Schlafzimmer zeigen wollen. Dort, auf einem «riesigen Bett», seien schon zwei Mädchen gelegen, die sich gegenseitig gestreichelt hätten.
DAddario kannte die Escort-Girls: Das seien Lesben, «die immer als Paar arbeiten, die einzigen Frauen, die Hosen trugen», erzählte sie der Zeitung «La Repubblica». Pikantes Detail: Das grosse Bett des Regierungschefs war ein Geschenk von Wladimir Putin.
DAddario: «Ich mag Orgien nicht besonders»
«Berlusconi bat mich mit Worten und Gesten, mich dazuzugesellen.» Doch dAddario flüchtete sich ins Badezimmer. Erst als der Regierungschef und die Mädchen zum Abendessen gingen, kam sie wieder heraus. Sie möge Orgien eben nicht besonders, erzählte sie ihrer Freundin Barbara Montereale noch am selben Abend.
Einen Monat später, das erzählte dAddario auch den Ermittlern der Polizei in Bari, habe sie die Einladung in Berlusconis Bett nicht mehr abgelehnt. Diesmal war sie allerdings die einzige Frau im Schlafzimmer von Berlusconi. (bih)