Schweinegrippe Beda Stadler: «Doch, man kann daran sterben»

  • Aktualisiert um 17.15 Uhr

ZÜRICH – Die Grippewelle kommt. Das Impfchaos ist schon da. Soll man sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen? Was muss ich wissen? Immunologe Beda Stadler beantwortete Ihre Fragen im Blick.ch-Chat.

Zünd, Thomas, St. Gallen: Was ist gefährlicher, die Impfung oder die Krankheit selber?
Beda Stadler: Sehr gute Frage, sozusagen des Pudels Kern. Dieser Eindruck ist leider in der Schweiz entstanden, weil wir zu viele Impfgegner haben, die den Leuten Angst vor dem Impfen machen. Eine Impfung ist sicher harmloser als die Krankheit. Bei der Starrkrampfimpfung sehen dies sogar Impfgegner ein.

Peter, Lukas, Zürich: Sollen Asthmatiker alle impfen?
Beda Stadler: Ja, weil das H1N1-Virus oft Lungenkomplikationen macht. Der Asthmatiker hat eine chronische Entzündung der Lunge. Die vereinfacht es dem Virus, in den Körper einzutreten.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Herr Stadler, oft wird von Mutationen gesprochen des Virus, welche es gefährlicher machen könnte. Wie siehts bei den saisonalen Grippeviren aus: Könnten sie auch plötzlich äusserst gefährlich werden? Oder ist da das H1N1-Virus anders?
Beda Stadler:
Viren sind sehr einfach aufgebaut. Bei ihrer Vermehrung kommt es immer zu Fehlern (Mutationen). So entstehen durch harmlosere Viren manchmal gefährlichere. Also auch das saisonale Grippe-Virus mutiert.

Sandra Kubmann, Dietikon: Kann man gleichzeitig krank werden mit der saisonalen Grippe und H1N1? Was bedeutet das für den Erkrankten?
Beda Stadler:
Kann man und das wäre blöd. Erstens für Sie, weil Sie dann eine sehr heftige Grippe hätten und zweitens, weil dies eine zusätzliche Gefahr ist, dass genau in Ihnen ein neues Virus zusammengebastelt werden könnte.

Daniela Rolli, Burgdorf: Wenn man die Schweinegrippe bereits hatte, ist man dann immun oder kann man sie ein zweites Mal erhalten?
Beda Stadler: Man ist immun. Leute, die sie 1976 hatten oder auch bloss nur geimpft wurden, sind heute noch immun.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Warum wählten die USA einen Impfstoff ohne Wirkverstärker? Spielten da Sicherheitsbedenken mit?
Beda Stadler: Nein, Juristen. Die US führten 1976 eine Zwangsimpfung durch. Dabei kam es zu Komplikationen, von denen man nicht feststellen konnte, ob ein Zusammenhang mit der Impfung bestand. Also haben die Kläger gewonnen. Die Regierung musste 3,5 Milliarden Dollar hinblättern.

Schneider Philippe, Aarburg: Meines Erachtens ist dieser Impfhype übertrieben. Es sterben doch mehr Menschen jedes Jahr an der normalen Grippe, und da kräht kein Hahn nach einer Pflicht-Impfung. Dagegen würde ich mich auch wehren...
Beda Stadler:
Ja da haben Sie schon Recht. Nur dieses Mal trifft es Junge und Schwangere. Bei der saisonalen Grippe «nur» Senioren. Man könnte zynisch bemerken, dass deshalb die saisonale Grippe als kein Problem dargestellt wird.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Ich habe irgendwo gelesen, dass wenn man Pandemrix zweimal spritzt, innerhalb von drei Wochen der Impfschutz höher sei. Stimmt dies?
Beda Stadler:
Mit jeder Impfung (gleicher Impfstoff) steigt die Menge Antikörper. Normalerweise impft man daher zweimal. Mit dem Adjuvans wird der Körper ausgetrickst, weil der Impfstoff länger im Körper bleibt und man daher wie zweimal reagiert.

Cornelia Schneider: Herr Stadler, ich habe gehört, dass zur saisonalen Grippe die Impfstoffe jeweils im voraus produziert werden. Wie kann man im Voraus wissen, wie ein Virus mutiert? Für mich als Laie ist dies völlig unverständlich.
Beda Stadler: Das Virus kurvt ständig um die Erde. Das war damals ein Vorteil der Schweizer Olympia-Mannschaft in Australien. Ihr Arzt hat sie geimpft, wohl wissend, dass während der Olympiade in Australien Grippesaison ist. Man schaut also frühzeitig, welches Virus rum ist und beginnt dann mit der Produktion. Bis jetzt hat dieses «Raten» fast immer geklappt.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Man spricht oftmals von verschiedenen Wellen, die bei Grippepandemien auftreten. Ist es aber nicht so, dass wenn der Winter vorbei ist und die Viren sich durch die Jahreszeit nicht mehr so wohlfühlen, die grosse Gefahr vorbei ist, dass noch eine stärkere Welle kommt?
Beda Stadler: Richtig, wir hatten eine erste winzige Welle. Erst jetzt, wo die Bedingungen für das Virus ausserhalb des Körpers vorteilhafter sind, und wir näher aufeinander hocken, hat es eine Chance. Die nimmt aber ab, je häufiger das Virus es an einem Menschen versucht, der immun ist.

Mario G., Sion: Hallo Herr Stadler, warum lässt man die Schweiz nicht einfach krank werden? Was ist so schlimm daran? Es wird doch bei den Wenigsten schlimm ausgehen.
Beda Stadler:
Ja schon. Lottospieler denken da anders... Und wenn es Ihre schwangere Freundin treffen würde? Als Einzige in der Schweiz...

Steinmann Marlies, Aarau: Wie sinnvoll ist Tamiflu?
Beda Stadler: Nur wenn man es in Griffnähe hat und es innerhalb der ersten Symptome zu sich nehmen würde. Sonst braucht man es nur in Spitälern bei Komplikationen.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Was sagen Sie dazu, dass die WHO dieses Jahr die Pandemie-Richtlinien geändert hat und einen wichtigen Zusatz gestrichen hat. Mit diesem Zusatz hätten wir jetzt keine offizielle Pandemie. Finden sie die Entscheidung der WHO richtig und warum?
Beda Stadler: Die WHO sollte die Richtlinien gründlich überarbeiten. Viren mit einer Virulenz wie H1N1 sollten nicht als echte Pandemie verkauft werden, sondern als das, was sie sind: nämlich eine zusätzlich lästige Grippe.

Roger Walser, St. Gallen: Wie lange dauert es, bis die Impfung ihre völlige Wirkung erlangt hat und man gegen den Erreger resistent ist?
Beda Stadler: Nach einer Woche beginnt es zu wirken, nach zwei Woche ist meist 95 Prozent des Schutzes vorhanden.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Impfkritiker und -gegner sagen immer wieder, Impfungen förderten Immunkrankheiten und -allergien. Was ist Ihre Meinung? Gibt es da anerkannte Studien zum Thema?
Beda Stadler: Bei Allergien stimmt das sicher nicht, ausser wenn Beistoffe enthalten sind, etwa Ei-Proteine. Dann gibt es das Problem wie für jedes andere Medikament, in dem Eiweisse vorkommen. Bei Auto-Immunerkrankungen sind die Zahlen so gering, dass man meistens zu den Ungeimpften keinen Unterschied findet.

Benita Schwery, Naters: Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?
Beda Stadler: Rötung, Schwellung, eventuell etwas Fieber, vielleicht sogar Gliederschmerzen. Ich schätze diese Nebenwirkung, weil ich dann weiss, die Impfung wirkt.

Cornelia Schneider: Herr Stadler, wer versichert mir, dass eine Impfung keine Langzeitschäden mit sich bringt?
Beda Stadler: Was ist ein Langzeitschaden?

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Gibt es Menschen, die sich nicht impfen lassen sollen, weil es kontraindiziert ist zu irgendwelchen Medikamenten oder Krankheiten?
Beda Stadler:
Ja. Allergien, oder ganz seltene Auto-Immunerkrankungen, bei denen man keine zusätzliche Entzündung will. Jede Immunreaktion macht eine Entzündung.

Manfred, Möll, Olten: Guten Tag, Herr Stadler. Wieso ist die Schweinegrippe gefährlicher als eine normale saisonale Grippe?

Beda Stadler: Weil bei uns nur ältere Menschen immun sind. Bei der normalen Grippe hat es zirka 30 Prozent Geimpfte (danke, liebe Impflinge), bei denen das Virus es jedes Mal vergeblich versucht. Die können das Virus dann nicht weiterreichen.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Wenn jemand schwer angeschlagen ist, chronisch krank, in schlechtem Zustand: Ist da die Grippe-Impfung nicht auch gefährlich, dass es der Person «den Rest geben könnte»?
Beda Stadler: Das war bei früheren Impfstoffen allenfalls mal der Fall. Auch heute impft man niemanden, der wirklich so schwer krank ist, dass sein Ableben ohnehin zu erwarten wäre.

Peter Locher Bern: Guten Tag Herr Stadler. Stimmt es, dass ich trotz Impfung weiterhin das Virus übertragen kann? Und stimmt es, dass man über den Impfstoff noch zu wenig weiss – respektive er in den USA gar nicht eingesetzt wurde?
Beda Stadler: Das Virus kann man nur weiterreichen, wenn man zu wenig geschützt ist. Es sich also in unserem Körper vermehren kann. Diese Impfstoffe sind so alt, dass ich sie immer kritisiere. Diese Art von Impfstoffen sind millionenfach erprobt. Nur der Virusstamm ist relativ neu. Einige Impfstoffe aus Europa sind in Amerika nicht geprüft, weil man sie dort nicht verkauft. Europa produziert 70 Prozent der Impfstoffe.

Karin Amann, Bern: Bekommen sie viele Briefe und Drohungen von radikalen Impfgegnern, Komplementärmedizin-Anhängern etc?
Beda Stadler: Nicht viele, aber doch. Meistens schreiben die dem Rektor oder dem Dekan, um mich zu verunglimpfen. Meine Haut wird immer dicker (der Bauch leider auch!).

Michi Weinberg, Heuried: Herr Stadler, der Wirkstoff Squalen im Impfstoff Pandemrix soll gemäss schwedischen Forschern chronische Gelenkentzündungen verursachen. Was sagen Sie dazu?
Beda Stadler: Squalen ist millionenfach verabreicht worden in verschiedenen Präparaten. Es kommt natürlicherweise in vielen Pflanzen und in allen Säugetieren vor – also auch in uns beiden. Wenn man es hochdosiert spritzt, kann eine Gelenkentzündung entstehen. Das ist dann ums Vielfache mehr, als was es in einem Impfstoff drin hat.

Cornelia Schneider: Herr Stadler, Sie sagen, dass man immun gegen die Schweinegrippe ist, wenn man sie schon hatte. Nun, es weiss wahrscheinlich keiner, der sie hatte, dass er sie hatte. Wie kann man denn wissen, dass man nun immun ist und sich nicht zu impfen braucht? Oder soll man sich so oder so impfen?
Beda Stadler: Richtig. Ich vermute auch, dass ich sie hatte, kann es aber nur beweisen, falls ich einen Test machen lassen würde, der wesentlich teurer ist als die Impfung. Ich werde mich also gelegentlich (wenn wir Gesunden drankommen) impfen lassen.

Patrizia G. Luzern: Besteht bei Schwangeren eine Gefahr für das ungeborene Kind?
Beda Stadler: Ja, eine Grippe ist für Mutter und Kind ein bekanntes Risiko.

Gabriela Spycher, Zürich, ist es sinnvoll beide Impfungen gleichzeitig zu machen, saisonale und H1N1 ? Kann man beide Impfungen gleichzeitg machen lassen ?
Beda Stadler: Problemlos. Der saisonale Grippe-Impfstoff wurde sogar vom Adjuvans in der Schweinegrippe profitieren.

Stucki, Marc, Bern: Herr Prof. Stadler, wurde Ihrer Ansicht nach bei Swissmedic und / oder dem BAG schlecht gearbeitet, dass wir nun als letzte in Europa mit den Impfungen beginnen? Meines Erachtens sind die Ausflüchte von Zeltner und Beerli beschämend.
Beda Stadler: Es wurde beflissen eine Beamtenpflicht erfüllt... Jetzt dürfen wir zumindest die Frage stellen, ob wir die Swissmedic brauchen, oder ob die Emea, die Europäische Agentur, die das Gleiche macht, nicht reichen würde.

Holzer Brigitte Luzern: Hat es Quecksilber im Impfstoff, der für uns Menschen mit Nebenwirkungen (Rheuma) gefährlich werden kann?
Beda Stadler: In Pandemrix hat es Thiomersal drin, im anderen nicht. Die Menge ist aber wesentlich geringer als in einem Thonsalat.

Daniela Rolli, Burgdorf: Rechtlich darf aber niemand zur Impfung gezwungen werden oder wissen sie da mehr?
Beda Stadler: Richtig.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Celtura von Novartis wartet auf Bewilligung: Sehen Sie in der anderen Methode der Herstellung (Zellkulturen, irgendetwas mit Hundeniere) ein Problem für die Impfenden oder ist dies unbedenklich?
Beda Stadler: Nein, im Gegenteil. Dieser Impfstoff ist vernünftiger, weil keine Ei-Proteine mehr drin sind und weil keine armen Hühner dran glauben müssen.

Tedaldi Ellen, St. Gallen: Grüezi Herr Stadler, ich würde mich gerne impfen lassen, aber wann und wo? (Stadt St. Gallen) Wieso gibt es so wenig Infos? Und wieso gibt man den Impfgegnern so viel Raum? Wieso gibt es kein Gesetz, das besagt, dass Impfgegner die Behandlungskosten selbst bezahlen müssen, wenn sie dann krank werden?
Beda Stadler: Super Fragen, die ich nicht beantworten kann. Das BAG sollte hier klar Stellung beziehen.

Nicolas, Bern: Guten Tag, Herr Stadler, ich möchte Ihnen nur sagen, dass ich Ihre Ausführungen immer sehr schätze und geistreich finde. Ich finde es wichtig, den Menschen die Angst vor dem Impfen zu nehmen, denn es wird dort nicht wissenschaftlich sondern mit «ideologischen» Argumenten gekämpft. Leider.
Beda Stadler:
Oh, danke für die Blumen!

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Was halten Sie von der Theorie, dass die Schweinegrippe ein Segen ist, weil sie eventuell die saisonale Grippe teilweise verdrängen könnte und da bisher weniger Leute an der Schweinegrippe gestorben sind, in Zukunft weniger Menschen an Grippe sterben werde? Tönt noch interessant!
Beda Stadler: Genau das erhoffe ich mir auch. Es besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass das Schweinegrippevirus zu unserer saisonalen Grippe wird. Deshalb werde ich mich impfen, weil Impfstoffe mit Adjuvans halten länger und so hätte ich dann die nächsten paar Jahre Ruhe.

Mittelholzer, Christian, Kaiseraugst: Wie wirken die Wirkverstärker in den aktuellen Impfstoffen?
Beda Stadler: Wie eine Majonnaise. Im Ernst, Squalen (ein Öl) wird mit einem Emulgator zu kleinsten Tröpfchen gemixt. Diese enthalten dann den Impfstoff, der langsam herausdiffundiert.

Mittelholzer, Christian, Kaiseraugst: Warum nimmt man dann nicht einfach Majonnaise?
Beda Stadler: Weil Olivenöl oder Sonneblumenöl schnell ranzig werden.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Die neue Studie, welche in «The Lanclet» erschienen ist über die Grippe-Erkrankung in Mexiko, besagt, dass das Todesfallrisiko bei älteren Menschen stark ansteigt. Zwar werden sie seltener krank, aber sie sterben öfters. Ist es immer noch sinnvoll, nur von einer «Jungen-Krankheit» zu sprechen? Der Eindruck scheint für mich falsch zu sein.
Beda Stadler: Kenne die Studie nicht, wohl aber einige, die eigentlich das Gegenteil beweisen.

Stahel Patrick: Das ist doch wirklich eine grosse Panikmacherei. Wer verdient eigentlich das grosse Geld an diesem Impfstoff?
Beda Stadler: Ich nicht.

Peter Locher Bern: Was sagen Sie einem Hausarzt, der einem von einer Impfung abrät, da die Nebenwirkungen nicht bekannt seien und die Grippe wohl harmloser sei als die Impfung?
Beda Stadler: Ich nehme an, das ist ein Alternativmediziner. Einige von denen haben ja einen offiziellen Arzt-Titel .

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Pandemrix ist in der Schweiz nur zugelassen für Leute bis 60 Jahre, im Gegensatz zu Europa, wo es keine Beschränkung nach oben gibt. Was machen all die älteren Leute, die sich impfen lassen wollen? Viele von ihnen leiden unter chronischen Krankheiten.
Beda Stadler:
Hoffe, sie kriegen vom Arzt den Impfstoff, der in der EU – nicht aber bei uns – zugelassen ist.

Felix Kern, Zürich: Warum gehören Menschen mit einer neurologischen Grunderkrankung in Deutschland zur Risikogruppe und in der Schweiz nicht?
Beda Stadler: Weil wir vorsichtige Beamte haben.

Schlichting Thomas, Hinterkappelen: Man hört immer die Anzahl der laborbestätigten Fälle. Wie viel höher schätzen Sie die Anzahl der tatsächlich Erkrankten?
Beda Stadler: Weiss nicht – mal fünf oder zehn?

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Warum gibt es so viele Impfgegner, Verschwörungstheoretiker, welche behaupten, die WHO und Uno wollen uns mit der Impfung vergiften? Glauben diese Leute wirklich daran oder wollen die nur Angst verbreiten? Oder Geld damit verdienen? Die Schweinegrippe-Foren sind voller solcher Storys!
Beda Stadler: Ist wahrscheinlich Religionsersatz.

André Kölla, Stallikon: Hallo, Herr Stadler, warum sind die Menschen in der Schweiz bei der Schulmedizin immer so kritisch und jede «Alternativmedizin» wird bedenkenlos konsumiert?
Beda Stadler:
Cäsar hat gesagt: «Die Leute glauben, was sie glauben wollen.»

Schmidt Peter, Zürich: Wissen Sie, wie das H1N1-Grippe 1976 verlaufen ist und wieviele Menschen daran erkrankten?
Beda Stadler: Auf Wikipedia gibt es einen guten Artikel dazu.

Rechsteiner, Küdde, Zürich: Es gibt Leute, die sagen, wenn man die Grippe durchgemacht hat, wird das ganze Immunsystem gestärkt. Auch wird behauptet, dass durch die Impfung nachhaltige Schäden am Immunsystem entstehen. Was meinen sie?
Beda Stadler: Das Immunsystem kann man nicht stärken. Wenn man es tut, ist es meist gefährlich. Wenn irgendwo draufsteht, das Immunsystem würde gestärkt, ist das ein starker Hinweis darauf, dass gar nichts drin ist.

Christine Wisner, Aargau: Soweit ich weiss, ist man während den ersten Tagen nach einer Impfung geschwächt. Läuft man nun nicht Gefahr, sich zur Zeit der Grippewelle eher anzustecken als zu schützen?
Beda Stadler: Nein, das stimmt nicht. Man sollte sich aber nicht impfen, falls man den Verdacht hat, es sei bereits eine Grippe im Anzug.

Tedaldi Ellen, St Gallen: Wieso gibt es in der Schweiz überhaupt so viele Impfgegner? Ist der IQ in unserem Land so tief?
Beda Stadler:
Karl Deschner hat gesagt: «Je grösser der Dachschaden, desto schöner der Ausblick in den Himmel.»

Heinz, Zürich: Herr Stadler, ganz im Ernst: Das ganze Theater rund um die Schweinegrippe ist doch nur Panikmache. Eine Grippe hat doch noch keinem geschadet.
Beda Stadler:
Doch, man kann daran sterben. Ich weiss nicht, ob die Frau in Basel sogar immer noch im Koma liegt.

Immunologe Beda Stadler.- Cash

Absenden »

Top 3

1 Sascha (25) fuhr einen Mann tot Das ist der Amokfahrer von der Lambada-Barbullet
2 Interaktiv Der vereiste Planetbullet
3 Moderner Verkauf ab Hof Der Bauer im Selecta-Automatenbullet

News