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Zwerg gegen Riese

BRÜSSEL – Mit der russischen Armee steht den georgischen Streitkräften ein übermächtiger Gegner gegenüber. Der Zahlen-Vergleich zeigt, mit wem sich das kleine Land da angelegt hat.

Aktualisiert um 19:23 | 10.08.2008
Zahlenmässig weit überlegen: Russische Stellung in Südossetien. (AP)
Zahlenmässig weit überlegen: Russische Stellung in Südossetien. (AP)
Nach den Statistiken des vom französischen Rüstungsexperten Pascal Boniface herausgegebenen Nachschlagewerks «L´Année stratégique» (Ausgabe 2007) verfügen die russischen Streitkräfte über fast hundert Mal so viele Soldaten und über ein fast 400 Mal so hohes Budget wie die georgische Armee.

Die georgischen Streitkräfte bestehen diesen Angaben zufolge aus insgesamt 11‘000 Soldaten. Ihr Budget beläuft sich auf 29 Millionen Euro (rund 47 Mio. Franken) pro Jahr. Dagegen verfügt Moskau über etwas mehr als eine Million aktive Soldaten und lässt sich seine Streitkräfte insgesamt 12,5 Milliarden Euro (20,3 Mia. Franken) jährlich kosten.

Die gewaltige Überlegenheit Russlands erstreckt sich dabei auf alle Bereiche der Streitkräfte. So besteht die georgische Luftwaffe gerade einmal aus 1500 Soldaten und fünf Kampfflugzeugen. Dem stehen auf russischer Seite 170‘000 Soldaten und 1700 Kampfjets gegenüber.

Ähnlich sieht es bei den Landstreitkräften aus. Das georgische Heer umfasst laut «L´Année stratégique» 8000 Soldaten und 85 Panzerfahrzeuge, das russische Heer hat 395‘000 Soldaten und 22‘000 Panzerfahrzeuge.

Die Einsatzbereitschaft der georgischen Armee im Konflikt in Südossetien und Abchasien ist zudem derzeit noch dadurch geschwächt, dass sich 2000 der best ausgebildeten und ausgerüsteten Soldaten im Irak befinden. Von dort sollen sie nun aber so schnell wie möglich abgezogen werden. (SDA)
Noch einer weniger: zerstörter georgischer Panzer. (Reuters)
Noch einer weniger: zerstörter georgischer Panzer. (Reuters)
Siegessicher: Soldat schwenkt die russische Fahne. (AP)
Siegessicher: Soldat schwenkt die russische Fahne. (AP)
Der Chef und sein Präsident: Putin erklärt Medwedew sein Vorgehen. (AP)
Der Chef und sein Präsident: Putin erklärt Medwedew sein Vorgehen. (AP)
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