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Mike, Benji und Ivan schweigen. Auch gestern war den Schlägern von Küsnacht vor Gericht in München kein Wort zu entlocken. Kein Bedauern, keine Entschuldigung, nichts. Eine riskante Strategie, wie Gerichtssprecherin Magarete Nötzel gegenüber der «Abendzeitung» sagte.
Denn ein Geständnis würde sich strafmildernd auswirken. Jetzt muss die Gewalt-Orgie vom Sendlinger Tor mittels Zeugenaussagen rekonstruiert werden. Besonders wichtig: Was berichten die ehemaligen Klassenkameraden der Prügelschüler? Zwei Ex-Mitschüler konnten diesem Druck offenbar nicht standhalten. Sie schwänzten den Gerichtstemin.
Heute veröffentlichte das Oberlandesgericht München die Begründung: Die beiden Schweizer leiden unter einer «anhaltenden Belastungsstörung», einer «psychischen Belastung mit Angszuständen», wie das Gericht präzisiert.
Immerhin: Vier andere Klassenkameraden von Mike, Benji und Ivan sagten aus. Laut Anklageschrift versuchten sie zwar die Schläger zu stoppen – allerdings nur mit Worten. Was sie dem Gericht im München über den Abend des 30. Juni 2009 erzählten, wurde bisher nicht bekannt.
Der Prozess wird wie geplant am 29. März weitergeführt. Als Zeugen sind zwei weitere Mitschüler, zwei Lehrer sowie die Eltern der Angeklagten vorgeladen. Das Urteil ist für den 7. April vorgesehen.
(bih)