Zuger Hebamme Saskia (24) erlebt «Snowzilla» «Wir haben überlebt»

Der Schneesturm «Jonas» legte in New York und Washington alles lahm. Schweizer erlebten dramatische Stunden.

Schon 19 Tote wegen Monster-Schneesturm

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Langläufer statt Autofahrer in Washington. play
Langläufer statt Autofahrer in Washington. AP

Zahlreiche Schweizer steckten dieses Wochenende in den USA im Schnee fest. Saskia (24) aus Zug ist mit einer Kollegin übers Wochenende zum Shoppen nach New York geflogen. «Als wir am Freitag ankamen, konnten wir uns überhaupt nicht vorstellen, dass bald ein Schneesturm aufziehen sollte. Es war nur leicht bewölkt.» Als es zu schneien begann, erkundeten die beiden die Stadt. Die angehende Hebamme sagt zu BLICK: «Wir mussten höllisch aufpassen, da richtige Eisklumpen von den Häusern herunterfielen.»

Die Zugerin Saskia bei den Strawberry Fields im Central Park in New York.  play
Die Zugerin Saskia bei den Strawberry Fields im Central Park in New York.  Leserreporter

Beim Central Park schauten sie den New Yorkern beim Schlitteln und Langlaufen zu. «Das Schlimmste am Blizzard war nicht die Kälte, sondern der Wind.» So schnell der Sturm aufkam, so schnell verzog er sich auch wieder. Heute Morgen herrschte über der Millionen-Stadt blauer Himmel. Saskia berichtet lachend: «Es war ein spannendes Erlebnis. Wir haben überlebt und sind nun Blizzard erprobt!»

BLICK-Leserreporter Dominik Ulrich berichtete am Samstag: «Nichts geht mehr in Washington, nur die Feuerwehr versucht noch durchzukommen.» 

Ein Schweizer, der seit zwei Jahren in New York in der Finanzbranche arbeitet, sagt am Telefon zu BLICK: «Die Leute sind verzweifelt. Da sie das Auto nicht benutzen können, gehen sie mit dem Schlitten einkaufen.» Er selber musste am Samstag arbeiten. Für die Strecke zum Zentralbahnhof benötigte er doppelt so lang als sonst. «Ich habe mich völlig verhüllt. Dennoch peitschte mir der Schneesturm von allen Seiten ins Gesicht. Das Winterwetter ist ganz anders, als man es in der Schweiz kennt: Es ist eine unangenehme, nasse Kälte, die im Gesicht beisst.»

Wegfahren unmöglich. Parkierte Autos in Washington. play
Wegfahren unmöglich. Parkierte Autos in Washington. AP

Bei einem der schwersten Winterstürme der letzten Jahre sind in den USA mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Alleine 13 von ihnen starben bei Autounfällen in den Bundesstaaten Arkansas, North Carolina, Kentucky, Ohio, Tennessee und Virginia. 

Der Wintersturm brachte nahezu das gesamte öffentliche Leben an der US-Ostküste zum Erliegen. Dem Nationalen Wetterdienst zufolge schneite es selten zuvor so stark in den grossen Metropolen Washington und New York.

Schlitteln bei der Börse in New York.  play
Schlitteln bei der Börse in New York.  EPA

Allein in New York türmte sich der Neuschnee auf bis zu 64 Zentimeter. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, untersagte Autofahrten in New York City, Long Island sowie auf Brücken und in Tunneln von und nach New Jersey. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Verhaftung. Zudem rief er den Notstand aus.

Weisse Brooklyn Bridge in New York. play
Weisse Brooklyn Bridge in New York. EPA

Airlines strichen laut dem Datenanbieter FlightAware.com im ganzen Land mehr als 5100 Flüge am Samstag und mehr als 3300 am Sonntag, die meisten davon an den Flughäfen New York, Philadelphia und Washington. Auch bei der Swiss kam es zu Ausfällen.

Schneewüste in Washington. play
Schneewüste in Washington. Leserreporter

Auf dem Flughafen Zürich fielen am Wochenende wegen des Schnees in den USA insgesamt zehn Flüge aus: Drei Maschinen der American Airlines und United Airlines, die am Samstag landeten, können heute nicht starten. Sieben ankommende Flüge wurden gestrichen, darunter auch Swiss-Flüge aus New York JFK und Newark. 

Der Swiss-Flug LX 16 von 09.50 Uhr nach New York hebt heute verspätet um 14.30 Uhr ab. Auch bei Flügen von Delta Airlines kommt es zu Verspätungen. 

Gemäss einer Sprecherin des Flughafens Zürich werden die wartenden Passagiere von den Fluggesellschaften betreut. Bei der Swiss erwartet man ab Mittag wieder Normal-Betrieb. (gf/sda)

Publiziert am 24.01.2016 | Aktualisiert am 24.01.2016
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20 Kommentare
  • marcello  klause aus schmitten
    25.01.2016
    es gibt schlimmeres als einen halben Meter Schnee auf einmal. Die sollen sich nicht einen auf Mitleid machen. Es wurde lange genug voraus gesagt. Niemand ist halt der Natur gewachsen und das ist halt zwischendurch eine Warnung wie wir mit Mutter Erde umgehen.
  • Peter  Stierli aus Geroldswil
    24.01.2016
    «Wir haben überlebt» Ich habs gewusst, Hollywood gewinnt immer.
  • Rudolf  Hunziker aus Ag
    24.01.2016
    Wow, ihr habt den Shopping-Wahnsinn New York überlebt? Gratuliere!
  • Crissie  buddy 24.01.2016
    Also wirklich, solche Stürme und Schnee"massen" hab schon schlimmere erlebt gibt es seit Jahrzehnten! Als 18jährige Austauschschülerin war ich 1967 in den USA Pittsburhh und fand es super, dass wegen Schnee die Schulen geschlossen waren. In Wirklichkeit sah es dann so aus, dass wir zum Skifahren gegangen sind.... war überhaupt kein Problem mit dem Auto. Aber man kann natürlich aus jeder kleinigkeit eine Schlagzeile machen...
  • David  Eicher aus Däniken
    24.01.2016
    Man geht nicht übers Wochenende zum shoppen auf New York... Was haben diese Leute für ein Umweltbewusstsein? Man muss nicht Grün sein um ein solches Verhalten zu hinterfragen... ByeBye Mutter Erde...