Seine Verbrechen hielten vor 20 Jahren die Schweiz in Atem: Zünd-Entführer wieder in Haft!

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Er galt als gefährlichster Verbrecher der Schweiz. Kaum aus dem Knast, machte Svetislav Danilovic (53) als «Kettenphantom» Niederösterreich unsicher.

In Eisenketten gelegt und mit dem Tode bedroht. Brutale Überfälle auf Einfamilienhaus-Besitzer verängstigen Österreich. Beinahe ein Jahr treibt das «Kettenphantom», wie es die Medien nennen, sein Unwesen.

Jetzt kommt aus, dass der unheimliche Serien-Räuber Svetislav Danilovic ist. Dies meldete die Tageszeitung «Österreich». Der Montenegriner galt als gefährlichster Verbrecher der Schweiz. Anfang 2008 war er aus dem Schweizer Strafvollzug bedingt entlassen worden.

Der Schwerverbrecher machte vor über 20 Jahren hierzulande Schlagzeilen: 1989 mit der Entführung des Millionärs Karl Zünd (siehe Box). Er wandert in den Knast.

In seiner Zelle studiert Danilovic die Liste der reichsten Schweizer, darunter Christoph Blocher und Martin Ebner, in der «Bilanz». 1993 reisst er aus. In einem Autobahnpfeiler richtet er einen Fluchtraum ein, um seine geplanten Opfer zu verstecken. Als er Banker Martin Ebner in dessen Haus nicht antrifft, schlägt er Ehefrau Rosmarie Ebner brutal zusammen.

Doch Danilovic wird geschnappt und im Kanton Schwyz zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. Verwahrt wird der brandgefährliche Gangster aber nicht.

Nach seiner bedingten Entlassung wird er prompt rückfällig. Mit denselben brutalen Methoden setzte er seine unglaubliche Gangsterkarriere in Niederösterreich fort.

Maskiert dringt Danilovic am 20. Mai 2009 gegen 2.30 Uhr in das Haus eines Bankiers in Pöchlarn ein. Er bedroht die Bankiersgattin Michaela H.* (44) mit einer Pistole und sperrt sie in der Sauna im Haus ein. Seine Beute: rund 45 000 Franken Schmuck und Geld.

Am 30. September überfällt Danilovic ein Einfamilienhaus im Bezirk Tulln. Gibt einen Warnschuss ab. Als sich der Hausbesitzer (35) zur Wehr setzt, bedroht er ihn mit dem Tod.

Drei Wochen später überrascht Danilovic ein Bankierspaar im Schlafzimmer. Droht, die ganze Familie zu erschiessen. Er raubt den Schmuck und zwingt den Bankier, ihn mit dessen Auto wegzufahren. Ehefrau Christa L.* (58) fesselt er mit Ketten an die Dusche. Den Bankier kettet er auf einem Jäger-Hochstand an.

Seit Montag sitzt Danilovic wieder hinter Schloss und Riegel. Der 53-Jährige wurde in Belgrad verhaftet. Hoffentlich wird er für immer aus dem Verkehr gezogen.

* Namen bekannt

Alle Kommentare (3)

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    @Herbert Gehri

    Das haben Sie sehr gut beschrieben. Auch Hierzulande gibt es viele Kriegsprofiteure, die nun durch das Rauben und Klauen investieren konnten und jetzt Geschäftsmänner sind. Die sollten alle mal überprüft werden, ob da alles wirklich sauber läuft, bzw. lief..
    • 25.03.2010
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    Steckt dafuer die naiven Behoerden in den Knast, die solche Typen laufen lassen. Die Kuscheljuztiz hat sich wieder bewaehrt, indem sie anstaendige Buerger leiden laesst. Die Opfer tun mi leid!
    • 25.03.2010
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    Ungerecht für die vielen guten Mitbürger, deren Name mit -witsch (bzw. mit -vic) endet und die bei und mit uns tadellos auskommen und arbeiten. Die echten Verbrecher, Diebe des Staatsguts, Kriegsgewinnler und Profiteure sitzen heute als Millionnäre und sehr ehrenhaft in ihrer alten Heimat. Und die EU gibt Ihnen ein Dach. Und wir zahlen mit. Keine Entschuldigung für Balkan-Kriminelle, aber deren kriminelle Hemmschwelle um Gut und Geld liegt einfach tiefer.
    • 25.03.2010
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