Zuckerberg gibt dem Druck nach So will Facebook Fake News verhindern

Facebook will mit verschiedenen Massnahmen das Aufkommen von Falschnachrichten unterbinden. So sollen etwa systematische Fake-News-Webseiten vom Werbenetzwerk ausgeschlossen werden.

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Mark Zuckerberg hat in einem lange Kommentar reagiert. AP

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Das neue Mode-Wort der Gesellschafts-Forscher wirkt extrem technisch: Postfaktisch. Damit meinen Soziologen den Mechanismus, wenn Emotionen, Lügen und falsche Propaganda eine politische Diskussion dominieren – statt etwa Fakten. Trump soll postfaktisch sein – aber auch andere Populisten wie die AfD in Deutschland.

Facebook wird vorgeworfen, bei diesem postfaktischen Ding mitzumachen: Falschmeldungen gehen im sozialen Medium viral und erreichen so eine riesige Aufmerksamkeit. Viele Bürger glauben an solche Lügen, empören sich und bringen so falschen Behauptungen von Politikern noch mehr Aufmerksamkeit.

Mark nimmt das Problem ernst

Mark Zuckerberg, Mitgründer von Facebook, redete das Problem anfangs klein. Nachdem aber Tausende Aktivisten falsche Berichte über Zuckerbergs Tod teilten, sah sich Zuckerberg gezwungen, nochmals zu reagieren. «Fakt ist: Wir nehmen das Problem ernst», schrieb Zuckerberg in einem Beitrag am Samstagmorgen

Das Problem sei aber «technisch und philosophisch komplex». Facebook wolle nicht «Richter der Wahrheit» sein. Jedoch arbeite man aktiv an mehreren Projekten mit, die Propaganda auf Facebook minimieren sollen. 

Diverse Projekte angekündigt

Konkret will Facebook intensiver mit Organisationen und Journalisten zusammenarbeiten, die sich mit der Überprüfung von Fakten spezialisiert haben. Facebook-User sollen einfacher potentielle Fake-News-Meldungen melden und erkennen können.

Die wohl wirksamste Änderung wird den Werbemarkt betreffen: Wie bereits angekündigt sollen Betreiber von Fake-News-Webseiten nicht mehr mit Einnahmen durch Facebook-Werbung profitieren können. 

Publiziert am 19.11.2016 | Aktualisiert am 05.01.2017
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5 Kommentare
  • Danni  Stufer 19.11.2016
    Tja, und wer definiert, was faktisch ist, und was nicht? Sehr viele Themen/Aussagen sind ja in einem Graubereich. Erinnert mich an 1984. Propaganda, Zensur und Bücherverbrennungen hatten wir schon vor 70 Jahren...
  • Robert  Roger 19.11.2016
    Unter dem Strich: Mediale Kontrolle und Zensur nach belieben. Herr Zuckerberg wäre zudem gut beraten etwas gegen die Verkäufer von Fälschungen via Facebook zu unternehme.... uups ich vergass; dafür bekommt er ja Geld.... und für die gezielten Falschmeldugen???
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    19.11.2016
    Da gibt es eine einfache Lösung. Es sollen einfach alle ihren Facebook Account auflösen. In Kürze werden Zuckerberg die Einnahmen wegbrechen und er wird es sich anders überlegen oder jemand springt für Facebook in die Bresche.
  • Marc  Schumacher aus Rüthi
    19.11.2016
    Wow, seht ihr auch, wohin das führt?
    Eine absolut mediale Kontrolle. Uniforme Berichterstattung. Ausser der Mainstream Meinung wird nichts anderes toleriert. Solche Phänomene wie Brexit oder Trump- Wahl dürften somit der Vergangenheit angehören, oder zumindest wird so versucht, die Kontrolle wieder zu erlangen.
    Habe meinen FB Account übrigens schon länger gelöscht. Da kann ich ja gleich zum Kim...
  • Ewald  Rindlisbacher aus Grayland
    19.11.2016
    Wer entscheidet was "Fake News" sind, fuer jemand ist was fake was fuer den anderen nicht fake ist. Es liegt beim Konsument irgendwas zu glauben oder nicht und nicht an dem Medien die News zu kontrollieren, sonst gibt es keine Meinungsfreiheit mehr.