Zu viele Koalas kommen unters Auto So will Australien die Apokoalypse stoppen

QUEENSLAND (AUSTRALIEN) - Australische Wissenschaftler schlagen die Einführung der Sommerzeit vor, um die Sterberate der Koalas einzudämmen.

Australia Koala play
Kommt auch aus der betroffenen Region um Brisbane: Baby-Koala, der in der Reisetasche einer Frau gefunden wurde. Queensland Police Service via AP

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Konsumentenschützer warnen vor Spielzeug Hacker belauschen Kinder über...
2 Zu viele Unfälle Iran führt Nummernschild-Pflicht für Kamele ein
3 Trump ist hässig auf den Boeing-Boss Ist der «Abschuss» der Air...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
11 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Das australische Queensland hat ein Koala-Problem: In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Population der wilden Koalas im südöstlichen Teil des Bundesstaats rund um die Stadt Brisbane um ganze 80 Prozent kleiner geworden. Die Behörden setzten die Tiere schon im Jahr 2015 auf die Liste der bedrohten Tierarten.

Wissenschaftler haben sich nun aber mit dem Problem befasst und ein eigentlich einfaches Mittel gegen die «Apokoalypse» gefunden: die Einführung der Sommerzeit.

Durch die Anpassung der Uhrzeit könnten zahlreiche tödliche Zusammenstösse auf den Strassen verhindert werden, wie die «Los Angeles Times» schreibt. Denn die intensiven Rushhours in und um Brisbane würden genau mit der aktivsten Zeit der putzigen Koalas zusammenfallen.

Vladimir Putin knuddeln am G20-Gipfel in Brisbane im Nvoember 2014 einen Koala. play

Vladimir Putin knuddeln am G20-Gipfel in Brisbane im Nvoember 2014 einen Koala.

Reuters

 

Mit Zeitumstellung Koala-Unfälle verhindern

Koalas sind hauptsächlich in der Nacht unterwegs. Jeweils bei Einbruch der Dunkelheit kommen sie von ihren Schlafplätzen herunter. Durch die Anpassung der Uhrzeit würden sich das Koala-Erwachen und die Stosszeiten der Autofahrer voneinander wegbewegen. So wäre es möglich, die Koala-Todesrate um acht bis elf Prozent zu reduzieren.

Die mit Abstand apokoalyptischste Tageszeit für die grauen Felltiere ist in den Wintermonaten jeweils ab 17 Uhr und in den Sommermonaten ab 19 Uhr. Durch die Einführung der Sommerzeit würden zu diesen heiklen Zeitpunkten weniger Autos auf den Strassen fahren.

«Wir hoffen, dass unsere Studie die Regierung Queenslands von den Vorteilen der Sommerzeit überzeugt», schreiben die Wissenschaftler in «Journal Biology Letters», wo ihre Studie am Dienstag publiziert wurde.

Die Verkleinerung des Lebensraumes der Tiere, Waldbrände in den Eukalyptuswäldern – die so genannte Eukalypse – und die Umweltverschmutzung sind neben dem Verkehr die grössten Gefahren für die Koalas. (vac)

Publiziert am 29.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
teilen
teilen
11 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

1 Kommentare
  • Hans  Flick aus zollikerberg
    29.11.2016
    Die Queenslander sind Hinterwäldler, welche Angst haben dass ihre Kühe nach Einführung der Sommerzeit keine Milch mehr geben. Das gleich angrenzende New South Wales hat diese schon lange eingeführt. Die Kühe sind gemäss Umfrage so glücklich wie zuvor und die Menschen geniessen den längeren Abend.