WASHINGTON - Nach drei Fällen von Kannibalismus geht in den USA ernsthaft die Zombie-Angst um. Sogar eine Inszenierung mit versteckter Kamera (siehe Video) löst Panik aus. Die US-Gesundheitsbehörde musste jetzt eingreifen.
Im sommerlichen Miami attackiert ein Mann einen Obdachlosen, und macht sich an dessen Gesicht zu schaffen. Und dies in einer Weise, die selbst hartgesottenen Polizisten den Magen umdreht.
Ein Porno-Darsteller aus Kanada zerstückelt einen Mann und verschickt dessen Leichenteile an verschiedene Politiker.
Kürzlich hat hat ein Mann aus Maryland seinen Mitbewohner getötet, und angefangen, diesen zu verspeisen.
Was wie das Drehbuch eines unappetitlichen Horror-Films klingt, ist im Amerika dieser Tage traurige Tatsache. Und immer mehr Bürger haben Angst vor einer neuen Epidemie, der «Zombie Apokaypse». Es wird schon spekuliert, ob ein Virus aus einem Versuchslabor entwischt ist, und zu den beispiellosen Taten geführt hat.
Seit Wochen wird in einschlägigen Foren darüber diskutiert, ob die «Untoten» los sind. Der Begriff «zombie apocalypse» wird auf Google derzeit rekordverdächtig oft geklickt.
Jetzt sieht sich eine offizielle Behörde genötigt, zu diesem Thema eine Stellungnahme abzugeben. Die CDC («Centers for Disease Control and Prevention»), eine Abteilung, die dem US-Gesundheitsministerium untersteht, musste sich einschalten.
Um den wilden Vermutungen einen Riegel zu schieben, lassen sie verlauten, dass «man nichts wisse von einem Virus oder einer Krankheit, die Tote zu Leben erwecke zu zombie-ähnlichen Wesen mache.»
Die CDC hat schon letztes Jahr auf ihrer Internetseite Tipps für den Fall eines Zombieangriffs gegeben, dies war aber eher humoristisch gemeint.
Die aktuellen Ereignisse zwangen nun dieselbe Behörde, das Thema nochmals aufzugreifen, und auf die Zombie-Hysterie zu reagieren. Ganz so lustig wie beim letzten Mal dürfte die Erklärung diesmal nicht mehr gemeint sein.
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