Berlusconi in Angst Zittern wegen Drohbrief

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ROM – Am Wochenende erhielt eine Zeitung einen Drohbrief gegen den «Cavaliere». Das Schrieben wird wird ernst genommen. Denn «das Klima ist nicht gut, es gibt besorgniserregende Signale».

Dieses Wochenende ging in der Redaktion der Tageszeitung «il Riformista» ein Brief ein, der heute im Parlament zu reden gibt: Darin stossen die anonymen Verfasser unmissverständliche Drohungen gegen den italienischen Regierungschef aus, stellen sogar einen bewaffneten Putsch der Regierung in Aussicht. Nach der Aufhebung seiner Immunität durch das Verfassungsgericht sei Berlusconi noch immer nicht zum Rücktritt bereit. «Wir sagen ‹Schluss!›. Wir sind zu einer bewaffneten Revolution wie in Kuba bereit!», heisst es in dem Drohbrief unter anderem.

Nicht nur Berlusconi, auch der Präsident der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, sowie der Chef der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord, Umberto Bossi, werden von der «Revolutionären Brigade für den kämpferischen Kommunismus» zum sofortigen Rücktritt aufgefordert.

In Italien ist man sich solcherlei offenbar nicht gewohnt. Jedenfalls sorgte der Drohbrief auch heute für Gesprächsstoff unter Politikern und Medien. Der italienische Innenminister Roberto Maroni erklärte, dass man die Verfasser des Briefes ermitteln wolle. «Das Klima ist nicht gut, es gibt besorgniserregende Signale. Wir werden alles unternehmen, um die Sicherheit zu garantieren», so Maroni heute. (gux)

Silvio Berlusconi: Will Video-Kameras an Schweizer Grenzübergängen installieren.- AP

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