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Die 34-Jährige schluchzte, als die Geschworenen ihren Entscheid bekannt gaben: Sie verurteilten die Krankenschwester und Mutter zweier Kinder wegen Mord, Leichenschändung und Meineids. Der Richterspruch steht noch aus, aber McGuire erwarten bis zu dreissig Jahre Haft.
Offenbar hatte McGuire ihr Wissen als Krankenschwester genutzt, um ihren Mann, William McGuire (39) im Mai 2004 brutal zu beseitigen. Denn mit ihrem Liebhaber Dr. Bradley Miller wollte sie ein neues Leben beginnen.
Deswegen erschoss McGuire ihren Mann. Dann trennte sie ihm alle Glieder ab und verpackte diese in drei Koffer. Und fuhr mit der grausigen Fracht zur Chesapeak-Bucht, wo sie die Koffer ins Wasser warf.
Doch diese wurden nur wenige Tage ans Ufer gespült. Und McGuire war gesehen worden, wie sie kurz vor der Tat jene Patronen kaufte, die auch im Körper ihres Mannes steckten. Zudem konnte die Polizei im Computer von McGuire brisante Internetseiten nachverfolgen. Thema: «Spurlose Gifte» und «Wege, Leute umzubringen»! Tatsächlich hatte McGuire ein gefälschtes Rezept für Chloroform und ein starkes Beruhigungsmittel eingelöst.
McGuires Anwalt erklärte, die zierliche Krankenschwester wäre körperlich gar nicht fähig gewesen, ihren sehr grossen und stämmigen Mann umzubringen. Ausserdem hätten die Nachbarn eine so blutige Tat bestimmt mitgekriegt. Dem stimmte die Staatsanwaltschaft zu: Die Möglichkeit, dass McGuire einen Komplizen hatte, sei wahrscheinlich. Dennoch wurde nur gegen McGuire Anklage erhoben.
Gegen ihren Liebhaber Bradley Miller wurde nicht ermittelt: Er hatte mit den Behörden zusammen gearbeitet und heimlich ein Gespräch mit McGuire aufgenommen. Darin bestritt McGuire aber ebenfalls, mit dem Mord an ihrem Mann etwas zu tun gehabt zu haben.