Wurde Donald Trump wegen Lügen US-Präsident? Was Facebook und Google gegen falsche Nachrichten tun

Haben Fake-News den US-Wahlkampf beeinflusst? Facebook und Google wollen eine Mitschuld an der Wahl von Trump nicht zugeben. Sie haben aber Massnahmen angekündigt.

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Mit solchen Falschnachrichten wurde in den USA Wahlkampf betrieben. Screenshots

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Postfaktisch ist ein unschönes und sehr technisches Wort. Seit Monaten diskutieren Journalisten, Gesellschafts- und Medienforscher, ob gefälschte News, Politiker-Lügen und Gerüchte eine Demokratie steuern können. Im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen wurde die Behauptung aufgestellt: Donald Trump sei nur gewählt worden, weil Millionen von US-Bürgern bewusst gestreute Lügen auf Facebook glaubten.

Zuckerberg: «Eine verrückte Idee»

«Eine verrückte Idee», sagt Facebook-Chef Mark Zuckerberg. In einem längeren Beitrag schreibt der Mitgründer der grössten sozialen Medienplattform, dass Facebook die Wahlen nicht beeinflusst habe. Der grösste Teil der Beiträge auf Facebook sei ohnehin echt.

Doch ganz so verrückt scheint die Idee doch nicht zu sein. Wie verschiedene Medien berichten, wollen Facebook und Google Webseiten, die in grossem Stil falsche Nachrichten verbreiten, aus ihren Werbenetzwerken verbannen. Konkret: Wer Falschnachrichten verbreitet, soll damit kein Geld verdienen.

Facebook schaltet Task Force ein

Im US-Wahlkampf wurde bekannt, das eine Gruppe Jugendlicher aus Mazedonien rund 150 Webseiten mit falschen Nachrichten betrieb, mehrheitlich zur Unterstützung von Trump. Bekannt gemacht hat das «Huffington Magazine». Anonym gaben die Jugendlichen an, «mit irgendwelchen Inhalten Geld verdienen zu können».

Facebook scheint das Problem nun ernst zu nehmen. Gemäss «Buzzfeed» hat Zuckerbergs Konzern eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit gefälschten News beschäftigt. Facebook selbst wollte dies nicht kommentieren. (pma) 

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 23.11.2016
 

So geht sterben auf Facebook

Zuckerbergs «Tod» ist ein idealer Reminder, seinen digitalen Nachlass zu ordnen. Falls man Facebook tatsächlich den Tod eines geliebten Menschen mitteilen möchte, kann man dies unter diesem Link tun.

Zudem können User in den Einstellungen einen «Legacy Contact» (Vertrauensperson) angeben, der das Profil nach dem eigenen Hinscheiden weiter pflegen darf.

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4 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    16.11.2016
    Da die Amerikaner teilweise sehr fehlinformiert sind und oft auch nicht viel tun um neutrale Nachrichten zu bekommen, kann ich mir gut vorstellen, dass solche Lügen-Posts die Wahl beeinflusst haben!
  • Daniel  Leuenberger aus Chisinau
    16.11.2016
    Seit Jahren bezichtigt mich eine anonyme Quelle der Paedofilie auf einer Google Website. Er behauptet dort, ich werde von der Polizei gesucht, sei verhaftet und veruteilt worden, gibt mein Geburtsort- und Datum an, mein Wohnort, usw. Das Bild stammt aus einem Hochzeitsfoto auf Facebook, die Infos gestohlen von meiner Website. Ich und Anwaelte haben Google unzaehlige Male kontaktiert, jedesmal kommt die Antwort: Google USA ist verantwortlich, dort herrsche Meinungsfreiheit. Alles ist inszeninert.
  • Tobias  Wüthrich aus Baden
    15.11.2016
    Also, ich war von Anfang an ein Trump-Gegner. ABER: wenn hier gegen jemand mit Lügenstories gehetzt wurde, dann ist wohl eher Trump das Opfer als Clinton! Ich finds jedesmal komisch, wenn so plötzlich aus dem Nichts Dutzende Damen auftauchen, die von jemand belästigt worden sein sollen! Wer erinnert sich noch an Dominique Strauss-Kahn, der wohl anstelle von Hollande französischer Präsident geworden wäre? Das war genau dasselbe Spiel!
  • Valentin  Stadler , via Facebook 15.11.2016
    Alle die falsch gewählt haben sind schuldig und Google und Facebook sin mitschuldig??? Wo bleibt das Demokratie-Verständnis, wenn man als "Falschwähler" als Schuldiger gilt???