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Es ging blitzschnell – schon stand François Hollande mitten in einer Mehlwolke. Haare weiss, Anzug weiss, die Notizen weiss. Eine 45-jährige Frau stürmte gestern in einem Pariser Festsaal auf das Podium und bewarf Hollande mit einem Kilogramm Mehl. Sofort stürzten sich die Bodyguards des Politikers auf die Frau und warfen sie zu Boden. An Armen und Beinen schleppten sie die Frau durch den Saal, während sie noch in dieser ungemütlichen Lage erste Erklärungen an «Le Figaro» abgab.
Die Angreiferin erklärte: «Ich bin Claire Seguin, 45 Jahre alt und wohne in Lille. Die Sozialisten versuchen dort, mich zu ermorden.» Ihr sei eine Ungerechtigkeit widerfahren. Die aufgeregte Frau sagte in die Kamera, in Frankreich werde das Gesetz nicht mehr angewandt. Schuld seien die Sozialisten.
In einem Blog schreibt die 45-Jährige, sie sei als Lehrerin von ihren Vorgesetzten belästigt worden, deshalb habe sie 2007 gekündigt. Zudem sei sie das Opfer einer abgestimmten Diffamierungskampagne. Sie habe mehrfach erfolglos Anzeige erstattet. Jetzt ist die Frau selbst in Polizeigewahrsam. Hollande zog sich nach dem Zwischenfall kurz zurück, hielt dann seine Rede zu einem Sozialpakt für Wohnungen. Frankreich wählt im Mai seinen neuen Präsidenten. In Umfragen liegt Hollande derzeit weit vor dem amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy.
Auch in den Vereinigten Staaten stehen die Kandidaten im Schussfeld: Der Republikaner Mitt Romney wurde heute von Gay-Aktivisten mit Glitter beworfen. Romney nahm es gelassen: «Ich freue mich über diese kleine Feier. Das ist Konfetti. Wir haben gerade Florida gewonnen», zitiert die «Washington Post» den Republikaner. (sik)
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