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Die Jugendlichen heissen Jesse, Cayden oder Haley. Und sie mussten für einen kurzen Kick mit ihrem Leben bezahlen. Denn sie spielten das «Choking Game» – zu Deutsch «Würge-Spiel».
Die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn wird kurzzeitig unterbrochen – das Gefühl danach beschreiben die Jugendlichen als berauschend, schwebend, wundervoll.
Es ist der Kick für zwischendurch – ohne irgendwelche Drogen. Die Kinder und Jugendlichen, die das sogenannte «Choking Game» spielen, nehmen dazu Hundeleinen, oder Gummiseile, alles mögliche eben, um sich irgendwie zu würgen. Nach einer kleinen Auszeit stehen sie auf und alles ist wieder wie vorher.
Aber nicht immer. Die Gesundheitsbehörde in Amerika schlägt Alarm. Das Spiel forderte nämlich bereits 82 Tote! Die Opfer wollten sich den Kick alleine suchen und gehen den entscheidenden Schritt zu weit. Sie ersticken qualvoll – und die geschockten Eltern gehen von einem Selbstmord aus.
So auch beim Sohn von Dr. Patricia Russell: Er wurde tot im Badezimmer aufgefunden. Ein Schulfreund erzählte ihr später, dass das Opfer vom «Choking Game» gesprochen habe. «Vorher habe ich noch nie etwas davon gehört», sagt sie gegenüber «Fox.com».
Mehr als 100 Opfer?
Das Spiel könnte schon mehr als 100 Opfer gefordert haben! Denn nicht immer wird bei der Todesursache zwischen «Choking Game» und Selbstmord unterschieden, sondern die Ursache lediglich mit Selbst-Strangulation deklariert. Diese sind in der Statistik nicht erhoben.
Die Dunkelziffer liegt deshalb wahrscheinlich bei 100 Opfern. Wie die Behörde mitteilt, sind die Jugendlichen, die das Spiel «spielen», oftmals sportlich. Denn auch die möchten high werden – allerdings ohne zu Drogen zu greifen.
90 Prozent dieser 82 Toten sind männlich. Alle sind zwischen 6 und 19 Jahre alt. Die Gesundheitsbehörde in den USA ruft die Eltern jetzt dazu auf, auf Anzeichen für das gefährliche Spiel zu achten.
Denn Jesse, Cayden oder Haley sollen auf Youtube keine Gesellschaft haben. Für sie existieren nämlich schon Trauer-Videos. (num)