Exekutionsversuch wird wiederholt: Vene nicht gefunden – Henker darf nochmals ran

COLUMBUS - 2009 sollte ein Häftling mit der Todesspritze hingerichtet werden. Die Exekution scheiterte. Nun entschied ein Gericht in Ohio: Der Versuch wird wiederholt!

Romell Broom play
Romell Broom kämpfte gegen das Todesurteil. Er muss nun ein zweites Mal antreten. AP

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Die Todesstrafe gegen einen verurteilten Mörder darf im US-Bundesstaat Ohio unter Umständen auch dann vollstreckt werden, wenn ein erster Exekutionsversuch gescheitert ist. Das entschied das Höchste Gericht des Bundesstaates am Mittwoch.

Der Todeskandidat Romell Broom hatte gegen seine bevorstehende Hinrichtung geklagt. Bereits 2009 hatte der Staat die Strafe vollstrecken wollen. Das Personal fand aber trotz zweistündiger Suche keine brauchbare Vene, um ihm die tödliche Medikamentenmischung zu spritzen.

Bessye Middleton play
Bessye Middleton mit einem Gemälde ihrer Tochter Tryna. Romell Broom brachte das Mädchen 1984 um.  Tony Dejak

Das Gericht urteilte nun, eine Vollstreckung habe nicht stattgefunden, da kein Gift injiziert worden sei. Deswegen liege auch keine Doppelbestrafung für dasselbe Verbrechen vor, wie die Anwälte des Häftlings geltend gemacht hatten.

Romell Broom hatte 1984 die 14-jährige Tryna vergewaltigt und erstochen. 

Ohio hat seit 1976 in 53 Fällen Todesurteile vollstreckt (Platz 8 unter allen US-Bundesstaaten). 145 Menschen sitzen aktuell in den Todestrakten des Staates. Seit es bei einer Exekution 2014 Probleme mit der Giftspritze gab - es dauerte mehr als eine Stunde bis der Verurteilte starb - gab es in Ohio aber keine Hinrichtungen mehr. (SDA/gf)

Publiziert am 17.03.2016 | Aktualisiert am 14.05.2016
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3 Kommentare
  • Karen  Mind 17.03.2016
    Sie haben vergessen die Therapien aufzulisten. Solche werden auch noch genossen und die Opfer oder deren Angehörigen bleiben auf dem Schaden sitzen oder zahlen ihre Therapien zum Teil selber.
  • Harry  Kant , via Facebook 17.03.2016
    eine 14 jährige vergewaltigt und erstochen? ja, ich wüsste keinen grund diesen menschen am leben zu lassen, ausser er würde einsam in einzelhaft an altersschwäche sterben müssen.
  • Edwin  buchmann 17.03.2016
    Unglaublich was man hier liest. Der ist gute 30 jahre im Knast und wird dann hingerichtet. Bei uns laufen Mörder nach fünf Jahren wieder frei herum und machen Party und leben wieder unter uns. Der Todraser von Schönenwerd war noch gar nie im Knast und fuhr nach 3 Monaten wieder Auto. In der Schweiz lohnt es sich beinahe ein Menschenleben auszulöschen. Die Gerichte sind so nett und lieb und belohnen die Mörder nur mit bedingten Strafen. Bedingt ist doch wie ein Geschenk.