Tummeln sich bald Nazis an Haiders Grab?
VILLACH (Österreich) – Jörg Haider fuhr vor vier Wochen mit 170 km/h in den Tod. Nun hat seine Witwe seinen Leichnam eingeäschert. Doch ein neues Problem taucht auf: Wird sein Grab zum Pilgerort für Nazis?
Aktualisiert um 10:26 | 11.11.2008
Der Landeshauptmann aus Kärnten starb vor genau einem Monat am 11. Oktober, als er mit seinem VW Phaeton mit 170 km/h und 1,8 Promille gegen einen Betonpfeiler prallte.
Sofort kursierten die wildesten Gerüchte – nicht nur aus rechtsextremen Kreisen –, dass Haiders Tod kein Unfall gewesen sei. Von K.o.-Tropfen war die Rede, von einem Anschlag des israelischen Geheimdienstes Mossad gar.
Auch Claudia Haider, die Witwe des 58-Jährigen, zweifelte offenbar lange an der amtlichen Version des Unfalls und hielt den Leichnam zurück, um ihn in Italien nochmals obduzieren zu lassen. Gerüchte über einen Anschlag wies die Familie Haider dennoch zurück.
Jetzt wurde Haiders Leiche endlich eingeäschert, wie das Villacher Krematorium gegenüber der «Krone» bestätigt. Gestern erfolgte «ganz privat», wie Claudia Haider angekündigt hatte, die Beisetzung der Urne im Bärental.
Pilgerort für Nazis?
Die Zeitung «Österreich» berichtet, der Rechtspopulist habe bei einer Kapelle auf dem Familienbesitz im Bärental seine letzte Ruhe gefunden.
Und eben diese Kapelle könnte nun zwielichtige Gestalten anlocken. Zumindest befürchten dies Haiders Witwe und die Familie: Sie äusserten laut der «Süddeutschen Zeitung» Bedenken, dass sich das Grab in eine Wallfahrtsstätte für Rechtsextreme entwickeln könnte, wenn jemand den genauen Ort nennt.
Genau das hat der «Kurier» nun getan: 50 Meter neben der Kapelle Alt St. Michael, auf dem Privatgrundstück der Familie. Dort, wo der Lieblingsplatz von Jörg Haider war. Dort, wo wohl künftig viele braune «Pilger» vorbeischauen werden. (num)
Sofort kursierten die wildesten Gerüchte – nicht nur aus rechtsextremen Kreisen –, dass Haiders Tod kein Unfall gewesen sei. Von K.o.-Tropfen war die Rede, von einem Anschlag des israelischen Geheimdienstes Mossad gar.
Auch Claudia Haider, die Witwe des 58-Jährigen, zweifelte offenbar lange an der amtlichen Version des Unfalls und hielt den Leichnam zurück, um ihn in Italien nochmals obduzieren zu lassen. Gerüchte über einen Anschlag wies die Familie Haider dennoch zurück.
Jetzt wurde Haiders Leiche endlich eingeäschert, wie das Villacher Krematorium gegenüber der «Krone» bestätigt. Gestern erfolgte «ganz privat», wie Claudia Haider angekündigt hatte, die Beisetzung der Urne im Bärental.
Pilgerort für Nazis?
Die Zeitung «Österreich» berichtet, der Rechtspopulist habe bei einer Kapelle auf dem Familienbesitz im Bärental seine letzte Ruhe gefunden.
Und eben diese Kapelle könnte nun zwielichtige Gestalten anlocken. Zumindest befürchten dies Haiders Witwe und die Familie: Sie äusserten laut der «Süddeutschen Zeitung» Bedenken, dass sich das Grab in eine Wallfahrtsstätte für Rechtsextreme entwickeln könnte, wenn jemand den genauen Ort nennt.
Genau das hat der «Kurier» nun getan: 50 Meter neben der Kapelle Alt St. Michael, auf dem Privatgrundstück der Familie. Dort, wo der Lieblingsplatz von Jörg Haider war. Dort, wo wohl künftig viele braune «Pilger» vorbeischauen werden. (num)
Claudia Haider bei der Aufbahrung in Klagenfurt. Sie liess ihren Mann nun endlich beisetzen. (Reuters)
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