Hillary Clinton zu Angriff auf US-Konsulat «Wir haben euch befreit und jetzt das»

  • Publiziert: 13.09.2012
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WASHINGTON/BENGASI - Nach dem Angriff auf die US-Botschaft in Bengasi ist Aussenministerin Hillary Clinton fassungslos.

Der Schock sitzt tief in den USA. «Wie konnte das geschehen? In einem Land, das wir mitgeholfen haben zu befreien. In einer Stadt, die wir vor der Zerstörung bewahrt haben», sagte Hillary Clinton als Reaktion auf den Anschlag.

Doch nach ersten Erkenntnissen passierte der Angriff nicht spontan in Zusammenhang mit Protesten gegen ein Anti-Islam-Video. Geheimdienste gehen von einem geplanten Angriff aus, hiess es gestern aus aus US-Regierungskreisen.

Die Attacke trage «klar» die Handschrift des Terrornetzwerks Al- Kaida, sagte der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Mike Rogers, dem Nachrichtensender CNN. Dass es sich um einen geplanten Angriff handeln könnte, sei «derzeit die Arbeitshypothese», sagte zudem ein ranghoher Regierungsvertreter. Demnach könnten sich extremistische Angreifer die wütende Menge in Bengasi zu Nutze gemacht haben.

Das Konsulat war am Dienstag mit Raketen und Granaten angegriffen worden. Der US-Botschafter Chris Stevens und drei Mitarbeiter wurden getötet, auch mehrere libysche Sicherheitskräfte starben. Der Angriff ereignete sich am Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001, ein für islamistische Terroristen symbolisches Datum.

«Al-Kaida hält seit Monaten nach westlichen Zielen Ausschau»

Zunächst hatte es geheissen, dass es sich um einen spontanen Angriff gehandelt habe. Seit Dienstag gibt es in zahlreichen Ländern Proteste gegen einen US-Film, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. Auch in Kairo hatten militante Islamisten die US- Botschaft gestürmt.

Laut Rogers deutet aber viel auf einen Terroranschlag hin. «Seit Monaten haben wir beobachtet, wie Al-Kaida nach westlichen Zielen Ausschau gehalten hat», sagte der US-Abgeordnete. «Das fand überall in Nordafrika statt. Wir haben bestimmte Aktivitäten beobachtet, die einen glauben lassen können, dass es eine mit Al-Kaida verbündete Gruppe war.»

Das US-Konsulatspersonal in Bengasi wurde nach Deutschland ausgeflogen, das Personal der Botschaft in Tripolis wurde reduziert, wie ein US-Vertreter mitteilte. Die US-Marine schickte ausserdem als «Präventivmassnahme» zwei Kriegsschiffe an die Küste Libyens. (SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Hanspeter  Elmer , Glarus
    Es muss einfach die Al-Kaida gewesen sein. Sonst müsste man ja zugeben, dass die Muslime in den islamischen Ländern doch nicht so moderat und friedlich sind, wie man uns immer weiss machen will. Nur ist es aber halt mal so, dass auch in Ländern wie Lybien, Syrien und Ägypten die radikalen Muslime in der Überzahl sind und das Land über kurz oder lang übernehmen werden. Und so gibt es immer mehr Länder wie Afghanistan, Pakistan, Irak, Saudi-Arabien, Jeman, usw.. wo die intolerantesten der Intoleranten an die Macht kommen und die Ungläubigen vernichten wollen. Vielleicht hätte Obama in seiner Ansprache zum 11. September mal die Muslime in die Pflicht nehmen sollen und sie daran erinnern, das Toleranz und Respekt keine Einbahnstrasse ist. Aber nein, man kriecht Ihnen ja lieber alljährlich in den Hintern.
  • Fridolin  Glarner-Walker , Genf
    Von den Amerikanern kann man halten was man will, doch in letzter Not schreit die Welt immer wieder nach ihrer Hilfe.

Alle Kommentare (19)

  • Fred  Bartlome
    Wahrscheinlich steht Praesident Mursi selber hinter den Aggressionen. Es wird Zeit fuer alle westlichen Laender, Aegypten von den Ferienlisten zu streichen. Sollen diese doch untereinander im Frieden leben und wir haben unseren Frieden.
    • 13.09.2012
    • 76
    • 4
  • rolando  santana
    selber schuld wer einem islamischen land hilft, liebe usa...
  • Hermann  Meyer
    Mubarak war bestimmt viel besser for Aegypten als die heutige "Regierung". Auf jeden Fall, meine Ferien verbringe ich seit vielen Jahren in der Schweiz oder in politisch und gesellschaftlich stabilen Ländern im Westen.
  • Alexander  Schmieden , Muri
    Wie kann man nur so bescheuert sein und einen Film, genauer gesagt einen Verar... film, über den Islam drehen, welcher natur gemäss die entsprechenden Reaktionen auslöst ?
    Seit Salman Rushdi oder die Mohammed-Karikaturen haben die Verantwortlichen nichts gelernt.
    • Andreas  Ruuska
      Die Meinungsfreiheit ist das höchste Gut. An das müssen sich die Fundi-Islamisten gewöhnen. Ob sie wollen oder nicht!
      • 13.09.2012
      • als Kommentar auf Alexander  Schmieden , Muri
      • 80
      • 13
    • Sam  Fischer
      Herr Ruuska, genau wegen so Leuten wie Ihnen sterben unschuldige Menschen. Sie können die schweizerische Meinungsfreiheit niemanden in anderen Kulturen aufzwingen. Und das hat ganz klar nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern mit gezielter Provokation. Punkt!
      • 14.09.2012
      • als Kommentar auf Alexander  Schmieden , Muri
      • 6
      • 27
  • Cristina  Cireddu , Saint-Louis , via Facebook
    Jahrezehntelang hat man alternative Technologien unter den Tisch gewischt, weil Erdöl so billig zu haben ist und diese Länder auch gute Kunden unserer westlichen Waffenindustrie sind, jetzt sind wir abhängig und können nicht einfach die Beziehungen abbrechen. Schade, ein Eiserner Vorhang zwischen Christlicher und Islamischer Welt würde ich begrüssen.
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