«Olympiade der Köche» Wir haben die beste Armee der Welt – am Herd

Dieser Titel dürfte ganz nach dem Geschmack der Schweizer Soldaten sein. Bei der «Olympiade der Köche» in Erfurt (D) haben die Armeeköche locker Gold geholt.

  • Publiziert: 11.10.2012, Aktualisiert: 12.10.2012
  • Von Daniel Riedel

Den Sieg heimste das zehnköpfige Team dabei sowohl bei kalten und bei warmen Speisen ein. Und das zum zweiten Mal! Bereits 2008 gewann die Armee Gold.

Chefkoch Daniel Marti (39) verrät BLICK sein Geheimrezept zum Sieg: «Ein gutes Stück Fleisch muss immer dabei sein. Und nicht zu exotisch sollte es sein», sagt Marti. «Dazu kommt, dass bei uns Köche am Werk sind, die auch im echten Leben als Koch arbeiten. Andere Streitkräfte legen nicht so viel Wert auf die Verpflegung.»

Bei der Koch-Olympiade überzeugten die Schweizer die Gourmet-Jury mit Lachs­variationen, Poulet-Rouladen und feinstem Schoko-Himbeer-Eis. Das Nachsehen hatten dabei die Truppenküchen aus Grossbritannien, Deutschland und den USA.

Doch auf was haben Soldaten im Einsatz Appetit? «Fleisch sollte immer dabei sein, auch Teig­waren gehören natürlich dazu», so Marti, der seit zwölf Jahren für die Armee kocht. Pro Mann stehen im dabei 8.50 Franken zur Verfügung. «Davon kann man schon etwas Feines zaubern.»

Doch nicht nur die Schweizer Armee erkochte sich in Erfurt eine Medaille: Die Kochmannschaft des Inselspitals in Bern holte Silber, und die Junioren-Kochnati erkämpfte sich Bronze.

Haben Sie im Dienst auch olympiareif gegessen?»

Beliebteste Kommentare

  • Hugentobler  Andreas
    Also ich habe grössten teils gut gegessen im Militär. Sogar in der RS war das Essen super. Aber ich glaube auch sofort, dass es viele gibt die nicht zufrieden waren mit dem Essen. Es kommt immer sehr stark drauf an wie motiviert die Kèche, Four und Qm sind. Ein anderer wichtiger Faktor ist ob die besagten Personen Kontake zu den lokalen Geschäften haben und wie sie verhandeln wenn es um den EInkauf geht.
    • 12.10.2012
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  • Karl  Koch
    In der RS haben wir auf dem Wpl in Thun 15 Wochen lang aus der Gamelle gespeist. Da wird jedes noch so gute Menue zum nach Aluminium riechenden Brei. Man hat dann versucht mit Plastiktüten über der Gamelle dies zu verhindern. Die Offiziere erhielten selbstverständlich das Menue in Tellern serviert. Welch eine Farce!!!
    Im WK wurden wir teils zu Beginn befragt, ob wir einen Teil unseres Solds für besseres Essen abgeben würden, was ich jedoch ablehnte, da wir bereits für eine nicht verschossene Panzerfaust 4 Wochen lang wie Könige gespeist hätten. Ergo: Es liegt nicht am fehlenden Know-How der Köche sondern am sparwütigen Qm oder grundsätzlich am Tiefen Budget für die Verpflegung im Dienst.
    • 12.10.2012
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Alle Kommentare (7)

  • Remo  Berner
    Ich hab im Militär meistens wirklich sehr gut gegessen.
    Grosse Portionen und Nachschlag so oft man wollte - so nach dem "All-You-Can-Eat" Style - Oftmals war sogar die Zeit der begrenzende Faktor :-
    Kann gut sein, dass ich immer Glück hatte mit der Arme-Küche; aber ich höre auch von meinen Kollegen häufig, dass sie sehr zufrieden sind mit dem Army-Frass im WK
    • 12.10.2012
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  • Pascal  Biri , Rothrist , via Facebook
    Im WK hatten wir jeweils eine gute Küchenmannschaft. Gelegentliche Ausflüge in niedere Regionen der Gaumenfreuden war ihnen vergeben. In der RS und während dem Abverdienen war die Küche zum k....! Pflichtbestände die überall mit geFressen werden mussten. Igitt! In der UOS hatten WK Soldaten für uns gekocht die richtig gute Köche waren. Wenn die Küche schlecht war lag es in den meisten Fällen am Budget für das Essen.
    • 12.10.2012
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  • Stefan  Würgler , Langenthal , via Facebook
    Ich war in der Rolle, dass ich das Essen zubereiten durfte.... Ist auch schon ein paar Jahre her. Grundsätzlich denke ich, dass wir nicht ganz so schlecht gekocht haben. Problem ist natürlich immer der nebenerlös aus Kiosk, etc. Der wirft auch nicht so viel ab, dass man mit dem Geld riesige Sprünge machen kann.Zumal halt im jugendlichen Leichtsinn auch noch das unternemerische Denken und die Erfahrung fehlt. Mein erster Fourier in den WKs hat die Truppenkasse so eng gehalten, dass es kaum reichte zum überleben. Das auch nur, weil er pralen wollte, wieviel er zurückschieben könne. Mit dem zweiten hatten wir dann ein geniales Gespann. Davon profitierte garantiert auch die Truppe. Gingen wir doch vor den WKs die Bestellungen bei den Lieferanten persönlich vorbei bringen und besprechen. Da stellt sich halt auch die Frage, wieviele Kü-Chefs zu diesem Effort bereit sind.
    • 12.10.2012
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  • Karl  Koch
    In der RS haben wir auf dem Wpl in Thun 15 Wochen lang aus der Gamelle gespeist. Da wird jedes noch so gute Menue zum nach Aluminium riechenden Brei. Man hat dann versucht mit Plastiktüten über der Gamelle dies zu verhindern. Die Offiziere erhielten selbstverständlich das Menue in Tellern serviert. Welch eine Farce!!!
    Im WK wurden wir teils zu Beginn befragt, ob wir einen Teil unseres Solds für besseres Essen abgeben würden, was ich jedoch ablehnte, da wir bereits für eine nicht verschossene Panzerfaust 4 Wochen lang wie Könige gespeist hätten. Ergo: Es liegt nicht am fehlenden Know-How der Köche sondern am sparwütigen Qm oder grundsätzlich am Tiefen Budget für die Verpflegung im Dienst.
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  • Hugentobler  Andreas
    Also ich habe grössten teils gut gegessen im Militär. Sogar in der RS war das Essen super. Aber ich glaube auch sofort, dass es viele gibt die nicht zufrieden waren mit dem Essen. Es kommt immer sehr stark drauf an wie motiviert die Kèche, Four und Qm sind. Ein anderer wichtiger Faktor ist ob die besagten Personen Kontake zu den lokalen Geschäften haben und wie sie verhandeln wenn es um den EInkauf geht.
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