«Wir beten für euch»

  • Publiziert: 17.04.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

BLACKSBURG (USA) – Im Beisein von US-Präsident George W. Bush und seiner Frau Laura hat die Technische Hochschule von Virginia der Opfer des Amoklaufs vom Montag gedacht.

«Dies ist ein Tag der Trauer für unsere gesamte Nation», sagte Bush in einer sechsminütigen Rede vor Hinterbliebenen, Studenten und Dozenten. «Menschen im ganzen Land denken an euch und bitten Gott darum, allen Betroffenen Trost zu schenken.»

In seiner Rede forderte Bush die Studenten auf, sich in ihrer Trauer helfen zu lassen. «Menschen, die ihr nie getroffen habt, beten für euch. In diesen Gebeten liegt eine wahre Kraft. In Zeiten wie diesen können wir Trost in der Gnade und Führung eines liebenden Gottes finden», sagte Bush.

Der Gouverneur des US-Staats, Tim Kaine, brach einen Aufenthalt in Tokio ab, um an der Feier in einer Basketball-Halle der Universität teilzunehmen. Auch er wandte sich ebenso wie Universitätspräsident Charles Steger in einer Rede an die Versammelten.

Zahlreiche anwesende Studenten trugen T-Shirts in den Farben der Hochschule. Vor der Feier wurde Bush von Steger über die Ereignisse informiert. Vor seinem Flug nach Virginia ordnete Bush im gesamten Land Halbmastbeflaggung bis zum Sonntag an.

Der Amokläufer Cho Sueng-Hoi, ein 23-jähriger Student aus Südkorea, tötete am Montag auf dem Universitätsgelände in Blacksburg 32 Menschen und sich selbst (Blick Online berichtete).

Cho war der «Fragezeichen-Typ»

Kommilitonen berichteten, am ersten Tag eines Literaturseminars hätten sich alle Teilnehmer vorgestellt, nur Cho habe nichts gesagt. Der Professor habe daraufhin auf der Anwesenheitsliste nachgesehen, wo alle Studenten ihren Namen eingetragen hatten.

Cho habe dort nur ein Fragezeichen gemacht. «Ist Ihr Name ‹Fragezeichen›?», habe der Professor gefragt, erinnerte sich die Studentin Julie Poole. Cho habe darauf kaum reagiert. «Wir kannten ihn eigentlich nur als den Fragezeichen-Typen.»

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Er wollte kein Hörgerät tragen Marvel kreiert Superhelden für Vierjährigenbullet
3 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet

Ausland