Verhungern jetzt ihre Babys? Wilderer schlachten 200 Elefanten ab

JAUNDE - KAMERUN - Mit Elfenbein wollen sie das grosse Geld machen. Wilderer haben in einem Kameruner Nationalpark mindestens 200 Elefanten getötet. Die zurückgelassenen Elefantenbabys könnten verhungern.

  • Publiziert: 22.02.2012
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Diese Elefanten mussten wegen ihres Elfenbeins sterben: Kadaver der Wilderer-Orgie.

(AP)

Geschützte Tiere sind den Killern egal, denn sie wollen nur eins: mit Elfenbein Geld machen. Eine Bande von sudanesischen Wilderern tötete seit Mitte Januar mindestens 200 Elefanten in der Gegend des «Bouba Njida» Nationalparks im Osten Kameruns. Der Nationalpark liegt an der Grenze zum Tschad.

Mindestens 100 Elefantenkadaver wurden im letzten Monat im Nationalpark entdeckt, teilt der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) mit. Durch die anhaltenden Schiessereien sei es im Augenblick aber unmöglich, die Situation genauer zu untersuchen. Weitere Kadaver werden in den bisher nicht zugänglichen Regionen des Parks vermutet.

Elefantenwaisen irren umher

Nach den Schusswechseln wurden viele verlassene Elefantenwaisen gesichtet. Das ist besorgniserregend, denn diese Jungtiere könnten bald verhungern oder verdursten.

Sterben sie, verschlimmern sich die Auswirkungen dieser Wildererorgie auf die bedrohte Elefantenpopulation Kameruns massiv.

Wilderer kommen zur Trockenzeit

«Es ist nicht unüblich, dass in der Trockenzeit bewaffnete Wildererbanden aus dem Sudan nach Kamerun und in den Tschad eindringen, um Elefanten wegen des Elfenbeins zu töten», sagt die Elefantenexpertin des IFAW, Celine Sissler-Bienvenue.

Aber dieses jüngste Massaker sei gewaltig und in diesem Ausmass bisher nicht dagewesen. «Das Elfenbein wird aus West- und Zentralafrika zu den Märkten in Asien und Europa geschmuggelt», sagt Sissler-Bienvenue.

«Mit den Erlösen werden Waffen finanziert und in regionalen Konflikten wie in Dafur, Sudan oder in der Zentralafrikanischen Republik eingesetzt», sagt sie.

Nur noch 1000 Tiere?

Wie viele Elefanten in Kamerun leben, ist nicht bekannt. Laut des letzten Statusberichts für Elefanten der Welt-Tierschutz-Union IUCN aus 2007 könnten es zwischen 1000 und 5000 Tiere sein.

«Wir können das fortgesetzte Abschlachten der Elefanten in Afrika nur stoppen, wenn wir die Nachfrage nach Elfenbein, besonders in Asien, stoppen», sagt Sissler-Bienvenue. (SDA/kko)

 

 

Kommentare (6)

  • Monica  Gähwiler , Embrach
    Die Habgier gewisser Leute, egal ob Wilderer oder Abnehmer ist einfach grenzenlos! Egal ob es sich um Elefanten, Nahörner oder Tiger handelt! Es ist mir unverständlich warum die Asiaten immer noch nicht kapiert haben, dass es Viagra beim Arzt gibt! Da ist der Nutzen auch bewiesen! Bei den "abstrusen" Potenzmitteln nicht! Inzwischen werden sogar Nashornhörner aus Museen geklaut!
    • 23.02.2012
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  • Markus  Engeler
    Leider ist es völlig illusorisch zu glauben, in Asien im Speziellen China liesse sich die Nachfrage nach Elfenbein durch Aufklärung und Goodwill Aktionen stoppen. Nur knallharte Sanktionen und Strafen z.B. Importverbote asiatischer Produkte würden bedingt Wirkung zeigen. Asiaten haben im Allgemeinen keinerlei Verständnis für die Natur und den Erhalt irgendwelcher Tierarten in der Wildnis. Ausbeutung aller Natuschätze für den schnellen Gewinn ist alles was hier zählt. Man schaue sich nur an was z.B. in Thailand in den letzten 50 Jahren passiert ist oder was z.Z. in Indonesien mit dem Regenwald und dessen Bewohnern passiert.
    • 23.02.2012
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  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Diejenigen, die das Elfenbein kaufen sind noch die grösseren Halunken. Ohne dieses Pack wäre das Elfenbein fast wertlos.
    • 23.02.2012
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    • Logan  Smith
      Das ist falsch. Natürlich klebt an den Händen der Käufer eine Menge Blut, aber schlussendlich sind immer die Schuld, die es machen!!
      • 23.02.2012
      • als Kommentar auf Rolf  Hess , Münchenbuchsee
      • 3 Gefällt mir
  • schenket  . , .
    wenn ich so was lese laufen mir für die tiere die tränen herunter..!!!!
    • 22.02.2012
    • 2 Gefällt mir
  • Markus  Meier
    Elende Schweine,und die,die das Elfenbein kaufen ebenso.So eine Schweinerei und keiner tut was,die Regierung wird auch daran Verdienen.
    • 22.02.2012
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