Wikileaks-Informantin 2. Selbstmordversuch von Chelsea Manning

WASHINGTON (USA) - Die US-amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Und das bereits zum zweiten Mal.

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Die als Mann unter dem Namen Bradley Manning bekannt gewordene Informantin hatte während der Stationierung als Soldat im Irak Hunderttausende Armeedokumente sowie Depeschen der US-Diplomatie von Militärrechnern heruntergeladen und der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt.

Nach eigenen Angaben wollte Manning eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstossen. Im Mai 2010 wurde der damalige Obergefreite auf einem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen, im August 2013 wurde Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Nach der Verurteilung kündigte Manning an, sich ab sofort Chelsea zu nennen und als Frau leben zu wollen. Im April 2014 genehmigte ein US-Gericht die Namensänderung. Im Februar vergangenen Jahres erlaubte die US-Armee ihr dann auch eine Hormonbehandlung zur Geschlechtsumwandlung. I

Im September trat sie im Militärgefängnis in Fort Leavenworth (Kansas) in einen Hungerstreik, um weitere Hilfe im Zuge der Geschlechtsumwandlung zu erhalten. Ihr Vertrauter Chase Strangio bestätigte, dass sie bereits im Juli einen ersten Versuch unternommen habe. (SDA)

Publiziert am 05.11.2016 | Aktualisiert am 05.11.2016

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4 Kommentare
  • Thomas  Klotz , via Facebook 05.11.2016
    Nicht aufgeben Chelsea. Vielleicht klappt es ja das nächste mal.
  • Peter  Graf aus Zürich
    05.11.2016
    Die Natur ist einfach schlauer als wir Menschen. Eine Pflanze die ewig einen Stecken braucht um zu stehen würde eingehen. Chelsea Manning meinte etwas bewirken zu können; richtig oder falsch sei dahin gestellt. Was würden wir tun; keine Ahnung .... denn mit der Furcht im Nacken lässt es sich nicht gewinnen. Allerdings wohl auch nicht mit einem Hungerstreik oder Selbstmord. Ueber Selbstmörder und deren Auswirkungen diskutierten wir gerade kürzlich (ZürichVersicherung) ; das Leben prüft jeden.
  • Daniela  Ponti 05.11.2016
    Da hat sich einer mal was getraut. Doch keiner hat ihm auf die Schultern geklopft. Ein mieser Lohn, lebenslang Knast. Hätte er mal besser weggeschaut. So wie es die Allermeisten von uns tun! Ich ja auch.Stolz bin ich nicht darauf.
  • Matthias  Lauber aus Zürich
    05.11.2016
    Hungerstreik als Selbstmordversuch zu proklamieren, ist doch weit her geholt. Damit will Chelsea Manning Druck ausüben und nicht langsam verhungern.