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Eisbärin Katjuschka beisst Mandy K. in den Rücken, nachdem diese in das Eisbären-Gehege des Berliner Zoos gesprungen war. (BZ/Dagmar Radzick)
Die Fotos gingen an Ostern um die Welt: Mandy K. war am Karfreitag im Berliner Zoo in das Becken voller Eisbären gesprungen. «Yeepee» soll die 32-jährige Berlinerin noch lachend geschrien haben, als sie ins Wasser mit den gefährlichen Raubtieren sprang.
Doch das Lachen verging der jungen Frau ganz schnell: Eisbärin Katjuschka biss sie in Rücken und Arme, die anderen Eisbären konnten nur mit Mühe davon abgehalten werden, sich ebenfalls in den Frauenkörper zu verbeissen (Blick.ch berichtete).
Jetzt liegt Mandy K. mit schweren Bisswunden am ganzen Körper auf der Intensivstation einer Berliner Klinik. Und alle Welt fragt sich: Was hat sie zu diesem Wahnsinn verleitet?
Die traurige Antwort: Mandy K. hat die Kontrolle über ihr Leben komplett verloren.
Ihre Ausbildungen (Lehre zur Rechtsanwaltsgehilfin, Sozialpädagogik-Studium) hatte sie alle abgebrochen. Auch privat lief es nicht gut: Nach vier Jahren ging ihre Ehe kaputt, sie lebte alleine mit ihrer Tochter Wiepke (8) und konnte bald die Miete nicht mehr zahlen.
Mandy häufte Schulden an, bis ihre Gläubiger ihr mit Haft drohten und ihr der Strom abgestellt wurde. Mandy musste mit Kerzen leben und bei den Nachbarn um heisses Wasser bitten.
Das alles frass noch mehr an Mandys Seele: Eine Verwandte erzählt, die junge Mutter sei seit einiger Zeit psychisch labil gewesen.
An den Oster-Feiertagen brach Mandys Verzweiflung schliesslich ganz durch: Tochter Wiepke verbrachte Ostern bei ihrem Papa und den Grosseltern, Mandy war alleine und einsam. Sie ging in den Zoo.
Hier zog sie seelenruhig ihre Schuhe aus, kletterte über den meterhohen Absperrzaun des Eisbären-Geheges – und sprang. (gux)