Wiener Galerie stellt Schweizer Graffiti-Schreck aus: Puber ist jetzt Kunst!

Der Zürcher Sprayer Puber wurde in Österreich wegen Sachbeschädigung verurteilt. Jetzt würdigt ihn eine Galerie mit einer Ausstellung. Die Werke kann man auch kaufen.

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1500 Euro für einen echten Puber. Die HO Gallery in Wien widmet dem Schweizer Graffiti-Künstler eine Ausstellung. Anlässlich der heutigen Vernissage wird auch der Kurzfilm «Mein Kampf Vol. 1», der Pubers Streifzüge durch Wien dokumentiert, erstmals gezeigt. 

So wirbt die Wiener HO Gallery für die Puber-Schau. play
So wirbt die Wiener HO Gallery für die Puber-Schau. HO Gallery

Der Zürcher mit brasilianischen Wurzeln sorgte zwischen 2013 und 2014 in Wien mit unzähligen Sprayereien für Aufsehen – sein Schriftzug «Puber» versetzte Behörden und Hausbesitzer in Rage. Im März 2014 klickten schliesslich die Handschellen. Der Schweizer musste sich wegen 232 Sachbeschädigungen vor Gericht verantworten. Der Schaden belief sich auf über 50'000 Euro. Puber wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt und kehrte in die Schweiz zurück.

Der Titel der Ausstellung lautet bezeichnenderweise: «I Like to Write My Name on Your Property» (Deutsch: Mir gefällt es, meinen Namen auf dein Eigentum zu schreiben).

Die Schau in Wien ist umstritten. Gegner werfen den Veranstaltern vor, einem Vandalen eine Plattform zu bieten. Galerie-Betreiber Martin Ho will dies gegenüber «orf.at» nicht gelten lassen: «Gebt Wien doch wieder ein bisschen Gesprächsstoff, ein bisschen Inhalt, um sich ‹aufzupudeln› oder am Ende des Tages Pubers Werk doch noch zu verstehen.» (noo)

Publiziert am 17.02.2016 | Aktualisiert am 17.06.2016
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Schweizer Sprayer «Puber» vor Gericht

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5 Kommentare
  • Fabian  Molina aus Zürich
    18.02.2016
    Spielt es eine Rolle ob es ein Schweizer oder ein Schweizer mit Wurzeln im Ausland war? Er ist ein Verbrecher. Von mir aus könnte man auch alle schweizer Verbrecher abschieben, da dass aber nicht geht, schiebt man zumindest einen Teil ab um sich besser um die kriminellen Inländer zu kümmern.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    18.02.2016
    Notorische Delinquenz, wiederholte Sachbeschädigungen in Millionenhöhe. Auch so ein Fall für die Durchsetzungsinitiative. Oh jeh, ja pardon, der ist ja Schweizer, also werden ihn die Österreicher in die Schweiz abschieben und nicht umgekehrt.
  • Adrian   Lucas aus somewhere
    18.02.2016
    Wie bitte??? Das soll Kunst sein? Und dies noch in Wien? Diese Welt ist wahnsinnig geworden...
  • Peter  Spelt 17.02.2016
    Brasilianische Wurzeln, so wie sein Kollege Carlos! DI Ja und weg mit dem Pack! Kunst kommt übrigens von können. Und da ist es glaub ich nicht so weit her. Fehlt nur noch, dass er an einer Kunsthochschule Sprayen unterrichten darf und als Professor gewürdigt wird.
  • Rüdiger  Rüdisüli aus Rüderswil
    17.02.2016
    Wusstet Ihr, dass Puber mit Nachnamen "Tierend" heisst?