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Italien kommt nicht zur Ruhe. Immer wieder erschütteren Nachbeben die Erde. Das Stärkste gegen drei Uhr nachts wurde mit einer Stärke von 5,2 gemessen, wie italienische Medien berichteten. Das Beben war in Rom und in weiten Teilen Mittelitaliens zu spüren und schreckte die Menschen aus dem Schlaf hoch. Es kam zu Einstürzen von Gebäuden. Verletzt wurde aber niemand.
Weitere Opfer geborgen
Die Nachbeben behinderten auch die Rettungsarbeiten. Trotzdem bargen die Rettungskräfte in der Nacht zwei weitere Todesopfer. Die beiden Toten lagen unter den Trümmern eines Studentenheims begraben, das am Montag wie ein Kartenhaus eingestürzt war.
Damit stieg die Zahl der Toten auf mindestens 274, unter ihnen 16 Kinder. Nach Polizeiangaben vom Mittwochabend wurden noch 20 bis 30 Menschen vermisst. Insgesamt wurden fast 1200 Menschen verletzt, 179 von ihnen schwer.
Eisige Temperaturen
Beinahe 18000 Menschen verbrachten die Nacht bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt in Zelten, 3000 fanden vorübergehend Obdach in Hotels oder anderen Unterkünften. Die Hoffnung, Überlebende des Bebens zu bergen, schwindet von Stunde zu Stunde.
Staatliches Massenbegräbnis
Die ersten beiden Toten wurden gestern beerdigt. Für Karfreitag, der zum nationalen Trauertag ausgerufen wurde, ist ein staatliches Massenbegräbnis vorgesehen. Die Messe soll der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zelebrieren. Papst Benedikt XVI. will sich nach Ostern in das Katastrophengebiet begeben. (SDA/gca)