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Phillip Garrido (58) entführte die kleine Jaycee und hielt sie 18 Jahre lang in seinem Hinterhof gefangen (Blick.ch berichtete). Jetzt durchsucht die Polizei mit Leichenhunden und Baggern das Anwesen Garridos. Denn sie hegt einen Verdacht: Der wegen Geiselnahme und Vergewaltigung verurteilte Garrido könnte 1988 nach seiner vorzeitigen Entlassung aus der Haft Jagd auf kleine Mädchen und Prostituierte gemacht haben. «Garridos Haus und Umgebung sind zum Tatort deklariert worden», so ein Polizeisprecher gegenüber amerikanischen Medien.
Drei Mädchen spurlos verschwunden
Drei Monate nachdem Garrido aus dem Gefängnis entlassen worden war, verschwand Michaela Garecht (9). Wenige Kilometer vom Wohnort Garridos entfernt. Sie soll am helllichten Tag von einem Mann in ein Auto gezerrt worden sein – so wie auch später die 11-jährige Jaycee. Seither fehlt von dem Kind jede Spur.
Zwei Monate danach verschwindet Ilene Misheloff (13). Sie war auf dem Heimweg von der Schule. Eine dreiviertel Stunde von Garridos Haus in Antioch entfernt. Lediglich der Rucksack des Mädchens wurde bis heute gefunden.
Schliesslich der Fall von Amanda Campbell (4). Sie wohnte keine Stunde von Garrido entfernt. Die Kleine war auf dem Weg zu einem Freund, als sie entführt wurde. Auch von ihr fehlt bis heute jede Spur.
«Ein Verurteilter, der Kinder entführte und vergewaltigte, lebte geografisch gesehen in einem Dreieck, aus dem drei Kinder verschwinden. Hier zeichnet sich ein Muster ab», sagt ein Polizeisprecher gegenüber amerikanischen Medien.
Erwürgt, erstochen
Doch nicht nur die Fälle der vermissten Mädchen Michael, Ilene und Amanda beschäftigen die Polizei erneut. Auch das Schicksal der drei Prostituierten Lisa Frederick (24), Rachael Cruise (32) und Valerie Dawn Schultz (27) interessiert die Ermittler. Alle drei wurden zwischen 1998 und 199 erwürgt oder erstochen aufgefunden. Alle stammten aus Antioch oder näherer Umgebung.
Auftrieb erhält der Verdacht der Polizei gegen Garrido ausgerechnet von dessen Vater. Manuel Garrido (87) erklärte gegenüber der «New York Post», dass er sich gut vorstellen könnte, dass sein Sohn in die Fälle der ermordeten Prostituierten verwickelt ist. «Er ist ein Sexualtäter. Das war schon immer sein Problem. Ich glaube, er hat Prostituierte umgebracht.» (gux)